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Impfengpass auch im Rhein-Kreis: Landrat schreibt an Minister

Arzt setzt Spritze zur Impfung

Schweinegrippe |

Nach Angaben des Berliner Robert-Koch-Insituts (RKI) breitet sich die neue Grippe, bekannt als "Schweinegrippe" in Deutschland rasant aus, mit einem Schwerpunkt derzeit in Bayern.

Auch für den Rhein-Kreis Neuss gibt es steigende Zahlen, wie das Kreisgesundheitsamt mitteilt: Aktuell gibt es im Kreisgebiet 15 bestätigte Fälle von Schweinegrippe und 322 Verdachtsfälle.

Gestiegene Nachfrage

Enorm gestiegen ist auch die Nachfrage nach der Schutzimpfung gegen den H1N1-Virus im Rhein-Kreis Neuss. "Aufgrund des bundesweiten Engpasses bei der Impfstofflieferung können nicht alle Impfungen durchgeführt werden. Bisher wurden 29.000 Impfdosen an die niedergelassenen Ärzte und Betriebsmediziner im Kreisgebiet ausgeliefert. Uns liegen aber aktuell Bestellungen für 35.000 Impfungen vor", sagte Kreisgesundheitsdezernent Karsten Mankowsky. In diesem Zusammenhang hat sich Landrat Hans-Jürgen Petrauschke in einem Schreiben an das nordrhein-westfälische Gesundheitsministerium gewandt und aufgrund der besonders hohen Nachfrage um die Zuteilung von größeren Impfrationen für den Rhein-Kreis Neuss gebeten.

Für wen ist die Impfung besonders empfehlenswert?

Dennoch ist zu erwarten, dass sich die Bürger auf längere Wartezeiten bei den 164 Impfärzten im Rhein-Kreis Neuss einrichten müssen. Dahingehend macht Kreisgesundheitsdezernent Mankowsky noch einmal deutlich, welche Bevölkerungsgruppen bevorzugt geimpft werden sollen. In einer ersten Phase sollten sich zunächst medizinisches und Pflegepersonal, Bedienstete von Polizei, Feuerwehren und Rettungsdiensten sowie Menschen mit geschwächtem Immunsystem (z.B. Asthma-Kranke, Transplantationspatienten, Krebskranke) impfen lassen, in einer zweiten Phase dann weitere Teile der Bevölkerung. Eine Impfpflicht besteht jedoch nicht. Von den bisher gemeldeten zwölf Todesfällen in Deutschland, die im Zusammenhang mit der "Schweinegrippe" stehen, waren nach Angaben des Robert-Koch-Instituts neun Risikopatienten. Deshalb sollen sich gefährdete Personen, wie von der ständigen Impfkommission empfohlen, impfen lassen.

Verhaltensregeln

Amtsarzt Dr. Michael Dörr rät beim Thema "Schweinegrippe" nicht in Panik zu verfallen: "Derzeit ist der Verlauf der Krankheit weiterhin relativ mild und ist fast immer folgenlos abgeheilt." Einige Maßnahmen, so der Mediziner, um sich vor der Grippe zu schützen, sind leicht umzusetzen. Dazu zählt die persönliche Hygiene, insbesondere das häufige Händewaschen (mindestens 30 Sekunden). Im Alltag reicht hierfür handelsübliche Seife. Entsprechende Merkblätter hat das Kreisgesundheitsamt ins Internet gestellt.

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