Stapel regionaler Zeitungen

Sie befinden Sich hier:

Inhalt

Das Kreisveterinäramt warnt vor Internethandel mit Tieren

Tiere |

Der Internethandel ist in den letzten Jahren immer beliebter geworden. Virtuelle Einkaufstouren gehören mittlerweile zu den Lieblingsbeschäftigungen vieler Internetnutzer. Leider betrifft dieser Boom auch immer mehr Tiere, die von teilweise dubiosen Geschäftemachern im Netz verkauft werden. Darauf weist das Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt des Rhein-Kreises Neuss hin.

Die Palette der angebotenen Tiere reicht von Hunden, Katzen, Vögeln, Fischen, Reptilien bis hin zu Skorpionen und exotischen Spinnen. Oft lässt sich bei diesen Angeboten nicht verfolgen, woher die Tiere stammen. Bei artgeschützten Tieren kann auch die Legalität der Tiere zweifelhaft sein. Manchmal sind im Netz auch Betrüger unterwegs, die niedliche Hundewelpen oder Exoten (z.B. Papageien) zu besonders niedrigen Preisen in den einschlägigen Tierbörsen anbieten und die Kunden dazu animieren, den Kaufpreis ganz oder teilweise im Voraus zu zahlen. Das Tier kommt dann jedoch nie beim Kunden an, da es überhaupt nicht existiert. Durch diese einfache Betrugsmasche sind leichtgläubige Tierliebhaber bereits um größere Summen betrogen worden.

Auch sind viele im Internet angebotene Tiere möglicherweise krank oder stammen aus Massenzüchtungen in Ost-Europa, woher beispielweise sehr viele angebotene Hunde kommen. Die Heimtierausweise dieser Hunde sind oftmals gefälscht oder erforderliche Impfungen (z.B. gegen Tollwut) wurden nicht ordnungsgemäß durchgeführt. Dazu kann auch noch ein tagelanger Transport der Tiere kommen, wenn sie im Versandhandel angeboten werden. Da sich die Firmen in der Regel über die Geschäftsbedingungen abgesichert haben, liegt das alleinige Risiko zumeist beim Käufer selbst. Der vermeintlich günstig gekaufte Hund kann recht teuer werden, wenn das Tier krank verkauft wurde und ein Tierarzt sich um das Tier weiter kümmern muss.

Besonders schlimm sind die Zustände auf dem Reptilienmarkt. Hier werden Kaimane, Giftschlangen, Riesenschlangen und Skorpione ohne genauere Angaben über artgemäße Haltung und Gefährlichkeit angeboten. Diese Tiere gelangen häufig im Versandhandel an die Käufer. Schlangen werden zum Beispiel mit Eisspray behandelt, um sie für den Transport ruhig zu stellen. Auch hier liegt in der Regel das alleinige Risiko des Transportes beim Käufer.

Daher ist im Internet immer ein gesundes Maß an Vorsicht angebracht. Das gilt insbesondere gegenüber Tierhändlern, die ihre Tiere ausschließlich über das Internet im Versandhandel anbieten. Wenn sie sich selbst möglichen Ärger und den Tieren das  Elend ersparen wollen, sollten sie Tiere beim Fachhändler oder Züchter kaufen.

Wichtiger Hinweis: Sie sehen eine Archivseite. Diese Informationen geben den Stand des Veröffentlichungstages wieder () und sind möglicherweise nicht mehr aktuell.