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Geflügelpestausbrüche in Niedersachsen wirken sich auch auf den Rhein-Kreis Neuss aus

Verbraucherschutz |

In Niedersachsen sind in den vergangenen fünf Tagen mehrere Fälle von Geflügelpest in Putenbeständen aufgetreten. Ursache ist das wenig ansteckende Influenzavirus vom Typ H5N3. In den Beständen sind zwar nur geringe Krankheitsanzeichen und nur vereinzelte Todesfälle beobachtet worden; dennoch haben die niedersächsischen Veterinärbehörden Sperrgebiete eingerichtet und die Tötung der Bestände angeordnet. Weiterhin wurden Geflügelmärkte, -ausstellungen und -märkte verboten und Ausnahmen zur Freilandhaltung zurückgezogen. Zurzeit sind 18 Bestände betroffen. Die getroffenen Maßnahmen werden damit begründet, dass die Eintragsquellen und die Ausbreitungstendenz nicht geklärt sind.

Da auch die Geflügelbestände in NRW gefährdet sind, dürfen zunächst bis zum 31. Januar 2009 keine Geflügelmärkte, -börsen und –ausstellungen durchgeführt werden. Das Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt des Rhein-Kreises Neuss musste deshalb die 48. Erftland-Rassegeflügelschau des Allgemeinen Rasse-Geflügelzuchtvereins Korschenbroich, die am 3. und 4. Januar in Korschenbroich-Pesch stattfinden sollte, untersagen.

"An alle Geflügelhalter geht in dieser gefährdeten Situation der Appell, sich schon jetzt auf ein mögliches Aufstallgebot vorzubereiten", weist Amtstierarzt Dr. Gerhard Fischer vorsorglich hin. Gleichzeitig erinnert er noch einmal daran, dass das hochansteckende Virus der Geflügelpest H5N1 zurzeit wieder in Asien verstärkt aufgetreten ist.

Bei Reisen in Drittländern bestehen zahlreiche Gefahren der Verschleppung der Geflügelpest z.B. über lebendes Geflügel, lebende Wildvögel, Fleisch und Wurstwaren, Eier und unbehandelte Jagdtrophäen. Deswegen ist die Einfuhr von lebendem Geflügel und anderen lebenden Vögeln aus vielen Drittländern verboten. Geflügelfleisch und daraus hergestellte Erzeugnisse dürfen im Reiseverkehr in die Europäische Union nicht eingeführt werden.

Weitere Informationen sind beim Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt des Rhein-Kreises Neuss erhältlich.

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