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Frühkindliche Förderung Thema im Rhein-Kreis Neuss

fünf Personen vor Publikum

Jugend |

Angebot und Nachfrage nach Betreuungsplätzen für Kinder unter drei Jahren steigen und stellen Kindergärten und Betreuungspersonal vor neue Herausforderungen. Gezielte Weiterbildung der Fachkräfte ist deshalb ein Schwerpunkt für das Kreis-Jugendamt. Über 200 Erzieherinnen und Lehrerinnen aus dem Rhein-Kreis Neuss konnte Kreisdirektor Hans-Jürgen Petrauschke jetzt im Neusser Thomas-Morus Haus zur Fachtagung mit dem Thema frühkindliche Förderung begrüßen.

Vorgezogene Einschulungsuntersuchung, verpflichtende Sprachförderung im Kindergarten für Kinder mit Sprachdefiziten und frühe Information und Beratung von Eltern sind mittlerweile Schwerpunkte in Bund und Ländern. Der Rhein-Kreis Neuss hat diese Entwicklung bereits früh erkannt und damit die Weiterentwicklung des Kindergartens als frühe Bildungseinrichtung befördert. "Bildung beginnt nicht erst in der Schule. Wenn wir wirkliche Chancengleichheit für alle Kinder erreichen wollen, müssen wir so früh es geht Fördermöglichkeiten anbieten", betonte Kreisdirektor Petrauschke.

Früherkennung von Lese-Rechtschreibschwäche durch das Bielefelder Screening, die kreisweite Sprachförderung "Kon-Lab", Förderung von Risikokindern durch das Würzburger Trainingsprogramm, der Ausbau von Kindertageseinrichtungen zu Familienzentren und die Kooperation von Kindertageseinrichtungen und Gesundheitsamt in den Projekten "gesunder Kindergarten", "gewichtig" und "Prokita" sind hier einige der Aktivitäten des Rhein-Kreises. "Alle sechs Jugendämter, Kreis-Gesundheits,- und Schulamt, unser Schulpsychologischer Dienst und die freien Träger der Tageseinrichtungen ziehen im Rhein-Kreis an einem Strang, wenn es um die frühkindliche Förderung geht", betonte Norbert Dierselhuis, Leiter des Kreisjugendamtes, die gute Zusammenarbeit.

Das Kreisjugendamt hatte in Kooperation mit dem Bildungsverlag EINS ein anspruchsvolle Programm mit Fachvorträgen und Workshops organisiert. Mit Prof. Dr. Dr. Dr. Wassilios Fthenakis von der Freien Universität Bozen, und Dr. Zvi Penner, Universität Konstanz, konnten zwei der bekanntesten deutschsprachigen Spezialisten für die frühkindliche Entwicklung als Referenten gewonnen werden. Als Trainerinnen für frühe Bildung und Sprachförderung standen die Lehr-Logopädinnen Harriet Dohrs und Manja Böhm zur Verfügung. Im Rahmen von Vorträgen informierten die Referenten über Aspekte der Sprach-, Denk- und Lernentwicklung bei Kindern, den aktuellen Forschungsstand und beleuchteten die Umsetzung in eine erfolgreiche Förderpraxis in Kindertagesstätten. In acht Workshops konnten sich die Besucher intensiv mit Fragen rund um die Möglichkeiten frühkindlicher Förderung informieren.

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