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Kreis pflanzt 2100 neue Bäume in Grevenbroich  

lächelnde Kinder und Erwachsene halten bunte Schaufeln in die Luft

Umwelt |

Dass es den Kindern riesigen Spaß machte, einmal junge Bäume selbst pflanzen zu können, daran Bestand kein Zweifel. Mit bunten Spaten bewaffnet und mit großen Eifer gingen 24 Schüler der Gebrüder-Grimm Grundschule aus Grevenbroich-Wevelinghoven ans Werk, die letzten 30 von insgesamt 2100 Bäumen in den Boden zu setzten. Dafür gab es zur Belohnung Schokoladen-Nikoläuse aus den Händen von Kreisdirektor Hans-Jürgen Petrauschke.

1375 Stieleichen, 275 Hainbuchen, jeweils 100 Eschen und Winterlinden sowie typische Sträucher der Erftaue wurden vom Rhein-Kreis Neuss in Wevelinghoven gepflanzt. Das rund 8000 Quadratmeter große neue Waldstück innerhalb einer Altarmschlinge der Erft ist bereits die siebente Pflanzmaßnahme aus der von Landrat Patt 2004 gestarteten Aktion "Ein Herz für Bäume". Das Ziel: Mit Hilfe von Bürgern und Unternehmen soll zusätzlich mehr Wald im Kreisgebiet entstehen.

"Der Rhein-Kreis Neuss wird nicht zum Schwarzwald durch unsere Pflanzaktionen. Aber die Schaffung von Natur- und Erholungsräumen ist ein wichtiger Beitrag zur Lebensqualität in unserer Heimat. Wir wollen auch den nachfolgenden Generationen eine liebens- und lebenswerte Heimat hinterlassen", betonte Petrauschke. Insgesamt konnten bisher durch die sieben Aktionen zusätzlich rund 27000 neue Bäume und Sträucher gepflanzt  und rund 9 Hektar neuer Wald gewonnen werden.

Petrauschke dankte der Fielmann AG, vertreten durch den Grevenbroicher Niederlassungsleiter Berthold Wilhelms, die 3500 Euro für die neue Waldfläche spendete und bereits zum dritten Mal die Aktion des Kreises unterstützt.

Dr. Christoph Abs von der Stiftung "Wald in Not", arbeitet seit den 80iger Jahren mit der Fielmann AG zusammen, und machte vor dem Hintergrund der aktuellen Klimaschutz-Debatte deutlich, dass Wald ein hervorragender Kohlendioxidspeicher sei. Er begrüßte daher ausdrücklich die Initiative des Rhein-Kreises mehr Waldflächen zu schaffen. Auch Grevenbroichs Bürgermeister Dr. Axel J. Prümm freute sich, dass in Grevenbroich mehr Waldflächen entstehen, und dankte dem Rhein-Kreis sowie den Sponsoren für das Engagement.

"Es ist ein Geschenk der Erdgeschichte, dass sich in unserem Rhein-Kreis Neuss auf Löss meist Parabraunerden entwickelten, die zu den fruchtbarsten Äckerböden Deutschlands gehören. Das war die Basis einer bis heute fast vollständig den Freiraum nutzenden und auf hohem Niveau stehenden Ackerbaukultur. Als Konsequenz gehört der Rhein-Kreis Neuss aber  auch mit rund 8,3 Prozent Waldfläche zu den waldarmen Regionen in Deutschland", sagte Kreis-Planungchef Johannes Nordmann.

Im Spannungsfeld zwischen den berechtigten Interessen der Landwirtschaft und der Waldvermehrung betreibt der Rhein-Kreis Neuss bereits seit 1988 eine naturnahe Aufforstung geeigneter Flächen. Im Rahmen seines Waldvermehrungsprogramms  konnte er bisher rund 700 000 standorttypische Bäume und Sträucher pflanzen und über 170 Hektar neue Waldflächen auf kreiseigenen und privaten Grundstücken schaffen.

Lehrer Karsten Vierling von der Gebrüder-Grimm Schule war von der Pflanzaktion an der Erft im Sinne eines praxisnahen Biologieunterrichts begeistert und versprach deshalb, im nächsten Jahr noch einmal mit der Klasse das Waldstück an der Erft zu besuchen.

Bereits am 6. Dezember folgt die nächste Pflanzmaßnahme. Diesmal unterstützt das Neusser Autohaus Dresen und die Ford Werke Köln großzügig die Waldvermehrungsaktion des Kreises.

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