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40 Jahre Schulpsychologischer Dienst

5 Personen stoßen mit einem Glas Sekt an

Freuen sich über 40 Jahre erfolgreiche Arbeit

Schule |

Rund 60.000 Schüler haben in den vergangenen 40 Jahren die Angebote des Schulpsychologischen Dienstes in Anspruch genommen. Gestartet wurde 1968 in der damals noch kreisfreien Stadt Neuss, der Kreis folgte 1975 und seit mittlerweile 17 Jahren wird der Dienst mit derzeit elf Fachkräften dezentral und bürgernah für alle Kommunen durch den Rhein-Kreis Neuss angeboten.

Ob Hausaufgabenstress oder Prüfungsangst, Über- oder Unterforderung von Schülern, Probleme im Kollegium oder mit der Klasse: viele kleine und größere Probleme im Schulalltag lassen sich mit kompetenter Hilfe lösen. Die Psychologinnen und Psychologen der Schulpsychologischen Beratungsstellen bieten sachkundigen Rat und Begleitung - von Hilfeangeboten für das einzelne Kind über die Lösungssuche für Konflikte zwischen Eltern und Kindern bis zur Arbeit mit Lehrergruppen direkt in der Schule. Auch die Hochbegabtenförderung, seinerzeit ein vielbeachtetes Bundes-Modellprojekt des Rhein-Kreises Neuss, bildet einen Schwerpunkt.

Vier Jahrzehnte Beratung von Schülern, Eltern und Lehrern wurden jetzt im Rahmen einer Feierstunde im Sitzungssaal des Grevenbroicher Kreishauses gewürdigt. Leiterin Jutta Bellen hatte mit ihrem Team auch eine kleine Ausstellung und einen Film über die Aufgaben und Leistungen des Schulpsychologischen Dienstes erstellt. Als Gastredner konnte der Bielefelder Psychologieprofessor Rainer Dollase gewonnen werden. Der Erziehungsexperte lobte das Engagement des Rhein-Kreises: "Die Rahmenbedingungen des Schulpsychologischen Dienstes im Rhein-Kreis Neuss sind im Landesvergleich vorbildlich gut. Deutschland liegt im europäischen Vergleich an letzter Stelle vor Malta", mahnte er zugleich.

Für Landrat Dieter Patt ist die Arbeit des Schulpsychologischen Dienstes eine Investitionen in die Zukunft und wichtiges Aushängeschild für den Rhein-Kreises Neuss.

"Ein Schulabbruch, eine Klassenwiederholung, Minderleistungen im Lesen, Rechtschreiben oder im Rechnen, häufige Schulformwechsel, nicht erkannte Begabungen schaden unseren Kindern erheblich und somit unserer gesamten Gesellschaft. Wenn solche Dinge nicht gelöst werden, sind sie letztlich teuerer als jede Hilfe im Vorfeld", so der Landrat.

Auch Nordrhein-Westfalens Schulministerin Barbara Sommer unterstrich in einem Gratulationsschreiben die Bedeutung der Schulpsychologie. "Nordrhein-Westfalen ist beim Ausbau der Schulpsychologie auf einem guten Weg. Land und Kommunen haben sich darauf verständigt, Schulpsychologie als Aufgabe ihrer Bildungspartnerschaft umzusetzen. 50 neue Stellen trägt das Land dazu bei, die Kommunen haben ihrerseits 30 neue Stellen eingerichtet. Insgesamt gibt es in Nordrhein-Westfalen jetzt 270 Stellen für die Schulpsychologie. Der Rhein-Kreis Neuss war der erste Kreis, der eine Vereinbarung mit dem Land unterzeichnet hat."

Bei der Bildungspartnerschaft von Kommunen und Land war der Rhein-Kreis Neuss von Anfang an dabei, und erhält im Rahmen dieses Projektes ab dem nächsten Jahr fachliche Unterstützung vom Land; zwei zusätzliche Vollzeitkräfte werden den Schulpsychologischen Dienst künftig unterstützen.

Die Leistungen des Schulpsychologischen Dienstes erfolgen kostenlos. Die Mitarbeiter unterliegen selbstverständlich der Schweigepflicht, und führen Beratungen auf Wunsch anonym durch.

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