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Unternehmerreise nach Brasilien

fünf lächelnde Personen

Wirtschaft |

Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Mittlerer Niederrhein und der Rhein-Kreis Neuss organisierten für Unternehmer aus der Region eine Informationsreise nach Brasilien. Stationen der einwöchigen Reise waren Sao Paulo, Porto Alegre und Rio de Janeiro. IHK-Präsident Wilhelm Werhahn, Kämmerer Ingolf Graul, Dr. Vladimir Sergouine von der LRS GmbH aus Kaarst und Cornelia Pötschke-Kirchhartz als Geschäftsführerin der Gärtner Pötschke GmbH sind vom großen Potential Brasiliens gerade für den Mittelstand überzeugt.

Dass Brasilien Ziel einer Unternehmerreise sein sollte, lag für Kreiskämmerer Graul nahe: "Die Wirtschaft im Rhein-Kreis Neuss ist stark exportorientiert, und wir suchen ständig zukunftsfähige Investitions- und Kooperationsmöglichkeiten für unsere Unternehmen. Seit 1994 unterhält der Rhein-Kreis Neuss wirtschaftliche, soziale, kulturelle und sportliche Kontakte nach Kolumbien. Daraus haben sich handfeste wirtschaftliche Vorteile für den Kreis ergeben. Jüngstes Beispiel ist die Ansiedlung des Handels- und Distributionszentrums der kolumbianischen Firma PSL im Neusser Hafen. Auch die Dependance von LoJack Detector im Hammfeld ist ein Ergebnis der Südamerikakontakte des Kreises. Die positiven Erfahrungen sprechen für Südamerika, und Brasilien ist - als das größte Land des Kontinents - für uns besonders interessant."

1200 deutsche Unternehmen sind schon in Brasilien vertreten, und der IHK-Präsident sieht im westlich orientierten und organisierten Land beste Chancen für weitere Investitionen.

"Brasilien ist mehr als nur eine verlängerte Werkbank, neben den Kostenvorteilen in der Produktion kann hier auch ein wachsender Absatzmarkt erschlossen werden", so Werhahn.

Ein stabiles politisches System, gute Infrastruktur, eine überwiegend junge, konsumorientierte Bevölkerung, gut qualifizierte Arbeitskräfte und ein innovatives Wirtschaftsklima sind für die Teilnehmer der Unternehmerreise die Pluspunkte Brasiliens.

Neben reinen Wirtschaftskontakten besuchte die deutsche Delegation auch die Pontifícia Universidade Católica do Rio Grande do Sul (PUCRS), eine private Universität mit 30000 Studenten und den Schwerpunkten Softwareentwicklung und Energietechnik. Für den Kreiskämmerer ein weiteres Highlight der Brasilienreise.

"Der Rhein-Kreis Neuss ist ein Energiestandort und im Rahmen des lokalen Energiepaktes immer bestrebt, innovative Konzepte zu entwickeln. Die Universität in Porte Alegre sucht europäische Kooperationspartner, und ihre Ausrichtung auf innovative Energietechnik ergibt für uns viele Anknüpfungspunkte", betonte Graul.

Auch wenn die nächste Unternehmerreise nach Saudi Arabien schon in Planung ist, Brasilien bleibt auf der Agenda. Im nächsten Jahr findet auf Schloss Dyck eine Deutsch-Brasilianische Wirtschaftskonferenz statt, die weitere Impulse für eine erfolgreiche Kooperation mit dem südamerikanischen Land liefern soll.

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