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"Bis(s) ins hohe Alter" - Projekt des Kreisgesundheits­amts mit ersten Erfolgen

Gesundheit |

Projektleiterin Dr. Sonja Andabaka vom Kreisgesundheitsamt hat jetzt eine positive Zwischenbilanz gezogen. Danach wurden in den Seniorenhäusern Albert-Schweitzer-Haus, Lindenhof und St. Barbara in Grevenbroich sowie in den Häusern "Maria Frieden" und "St. Elisabeth" in Jüchen bzw. Rommerskirchen Eingangsuntersuchungen, Maßnahmen zur Prophylaxe und Behandlungen durchgeführt. "Außerdem haben die Zahnärzte des Kreisgesundheitsamtes und ehrenamtliche Zahnärzte Pflegepersonal aller beteiligten Seniorenhäuser in der speziellen Mundpflege geschult. Zusätzlich wurde den Altenheimen eine Demo-Box mit Utensilien und Hilfsmitteln für die Mundhygiene zur Verfügung gestellt. Darauf können Pflegepersonal, Bewohner und auch Angehörige jederzeit zurückgreifen", so Dr. Andabaka.

Laut einer Münchner Studie muss die Mundpflege bei 81 Prozent der pflegebedürftigen Menschen als dramatisch schlecht bezeichnet werden. Ein schlechter Mundpflegestatus kann erhebliche Komplikationen nach sich ziehen, zum Beispiel eingeschränktes Essverhalten, starke Schmerzen und Folgeerkrankungen wie Lungenentzündung. Im Rahmen der Gesundheitskonferenz des Rhein-Kreises Neuss hatten sich Fachleute zusammengefunden, um dieser Problematik wirkungsvoll zu begegnen. Mit dem Projekt "Bis(s) ins hohe Alter" soll durch systematische und regelmäßige Betreuung sowie durch Schulung des Pflegepersonals der Mundhygienestatus in Seniorenhäusern optimiert und damit die Lebensqualität der Betroffenen verbessert werden.

Noch im September startet in den Seniorenhäusern eine weitere Untersuchungsreihe mit anschließenden Prophylaxe- und Behandlungsterminen. Auch weitere Schulungen für das Pflegepersonal werden vorbereitet. Das Projekt wird von der Poliklinik für Zahnerhaltung der Universität Düsseldorf wissenschaftlich begleitet sowie vom Lions-Club Grevenbroich, der GABA GmbH aus Lörrach als Hauptsponsor und anderen Förderern aus der Gesundheitsbranche unterstützt.

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