Stapel regionaler Zeitungen

Sie befinden Sich hier:

Inhalt

Kreis will Hochschulkompetenz ausbauen

Schulgebäude

Berufsbildungszentrum Neuss-Hammfeld

Schule |

Ein erfolgreicher Wirtschaftsstandort benötigt genügend qualifizierten Nachwuchs, um konkurrenzfähig zu bleiben. In Nordrhein-Westfalen sollen deshalb 10000 zusätzliche Fachhochschul-Studienplätze geschaffen werden. Das neue Landesprogramm hat zwei Säulen: die Neugründung von drei Fachhochschulen mit jeweils 2500 Studienplätzen und der Ausbau fünf bestehender Institute um insgesamt 2500 Plätze.

Der Kreisausschuss gab in seiner letzten Sitzung einstimmig grünes Licht für die Initiative von Landrat Dieter Patt, die Hochschule Niederrhein beim Wettbewerb zum Ausbau vorhandener Fachhochschulstandorte zu unterstützen. Ziel des Kreises ist neben Krefeld und Mönchengladbach, Neuss als dritten Standort der Hochschule mit technischen Studiengängen im Bereich Energiewirtschaft und Lebensmittelindustrie zu etablieren. Für Neuss sprechen einige gute Gründe. Am Berufsbildungszentrum Hammfeld (BBZ) des Rhein-Kreises könnten Flächen für ein akademisches Kompetenzzentrum zur Verfügung gestellt werden. Die direkte Anbindung an das BBZ und Lehrwerkstätten großer Firmen in Grevenbroich und Dormagen können die praktische Ausbildung sichern. Zusammen mit Unternehmen will der Kreis darüber hinaus zwei Stiftungsprofessuren am Standort Neuss tragen, jeweils im Bereich Lebensmitteltechnologie und in der Energiewirtschaft. Die IHK Mittlerer Niederrhein unterstützt die gemeinsame Initiative von Kreis und Hochschule Niederrhein nachdrücklich.

Zudem unterstützt der Kreis die Planungen der Fachhochschule für Ökonomie und Management in Neuss (FOM), ihr berufsbegleitendes Studienangebot um einen technischen (BBZ Neuss-Hammfeld) und logistischen (BBZ Dormagen) Studiengang mit Bachelor-Abschluss auszubauen.

"Der Rhein-Kreis Neuss ist der dynamischste Wirtschaftsraum in Nordrhein-Westfalen und zählt zu den stärksten Bildungslandschaften mit der höchsten Quote von Absolventen mit Hochschul- und Fachhochschulreife aller Kreise im Land. Dieses Potential und der Bedarf unserer Unternehmen erfordern eine regionale Verbesserung der akademischen Infrastruktur", begründet Landrat Patt die Hochschul-Initiative.

Die Bewerbung des Kreises muss sich aber einer starken Konkurrenz stellen, insbesondere aus dem Ruhrgebiet. Insgesamt 22 Städte, Regionen und Fachhochschulen haben sich beim Landeswettbewerb beworben, jeweils elf für Neugründung und Ausbau der Fachhochschulen.

Ende September wird eine Expertenjury unter Leitung von Staatssekretär a.D. Dr. Fritz Schaumann eine Vorauswahl treffen. Im Oktober haben die Wettbewerber dann die Gelegenheit, ihre Konzepte detailliert der Jury vorzustellen.

Die Landesregierung wird die endgültige Entscheidung über den Ausbau der Hochschulstandorte voraussichtlich im Dezember treffen.

Wichtiger Hinweis: Sie sehen eine Archivseite. Diese Informationen geben den Stand des Veröffentlichungstages wieder () und sind möglicherweise nicht mehr aktuell.