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100 Jahre IHC in Deutschland

Mehrere Personen hinter einem alten Traktor

Kultur |

IHC, Case oder auch Havester - das ehemalige Traktorenwerk im Neusser Hafen ist immer noch ein Begriff. Vor 100 Jahren vom amerikanischen McCormick-Unternehmen gegründet, war das Werk bis zu seiner Schließung 1997 mit bis zu 5.000 Mitarbeitern einer der größten Arbeitgeber in Stadt und Kreis. In den 89 Jahren seines Bestehens schrieb das Werk Industriegeschichte. Über 600.000 Traktoren, 1,5 Millionen Motoren und 1,7 Millionen Landmaschinen wurden in Neuss produziert. Der Runde Geburtstag wird mit einem Familientreffen der "Casianer" und einer großen Ausstellung rund um historische und moderne Landmaschinen am 13. und 14. September im Kreislandwirtschaftsmuseum Sinsteden gefeiert. Im Kulturzentrum des Rhein-Kreises stellte Landrat Dieter Patt mit dem Vorsitzenden des Fördervereins und letzten Geschäftsführer des Traktorenwerkes Klemens A. Becker das Programm der Veranstaltung vor, zu der alle interessierten Bürgerinnen und Bürger eingeladen sind.

"Case war eine starkes Stück Heimat für die Neusser, und ohne die roten Schlepper war Karneval kaum möglich", erinnert sich der Landrat. "Der letzte in Neuss produzierte Traktor ist ein Glanzstück in unserem Kreismuseum. Ich freue mich auf die Veranstaltung und lade insbesondere alle ehemaligen CASE-Beschäftigten zum großen Familientreffen ins Landwirtschaftsmuseum ein."

Zusammen mit NRW-Landwirtschaftsminister Eckhard Uhlenberg, dem ehemaligen IHC-Generaldirektor Dr. Hans-Günter Proffen und Klemens A. Becker wird Patt als Schirmherr die Feierlichkeiten am Samstag, 13. September um 13 Uhr eröffnen.

Für Klemens A. Becker geht ein lang ersehnter Traum in Erfüllung: "Seit zwei Jahren werden wir bei allen Veranstaltungen gefragt, was wir zum hundertsten Geburtstag von IHC machen, unser Angebot wird die Treckerfreunde sicher zufriedenstellen".

Von den 86 verschiedenen Traktorenmodellen, die im Neusser Werk seit 1908 produziert wurden, werden fast alle auf dem Museumsareal zu sehen sein. Insgesamt konnte der Förderverein über 200 verschiedene landwirtschaftliche Großgeräte aus Deutschland und dem benachbarten Ausland nach Sinsteden holen.

Neben den echten Treckern sind 250 Landmaschinen-Modelle aus Privatbesitz in den Hallen des Museums zu sehen. Unterlagen der Firma, Urkunden, technische Handbücher, Fotos und Filme runden die Ausstellung ab. Für die kleinen Gäste gibt es Hüpfburg, Bobbycar-Rennen, Filmvorführungen und Traktoren zum Anfassen.

Mit über 5.000 Besuchern rechnet Winfried Berkel, der als Sammler und Vereinsmitglied regelmäßig die Treffen der Landmaschinenfreunde in Deutschland besucht.

Ein Highlight sind die Pflugvorführungen. Vom Kaltblutgespann mit zwei PS, bis zum neusten 485-PS-Schlepper von CASE werden alte und neue Traktoren zeigen, was sie auf dem Acker leisten können.

Eintrittspreis für Erwachsene 4 Euro, Eintritt für Kinder frei.

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