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Kreisdirektor Petrauschke eröffnete Jahrestagung von Wirtschaftsförderern in NRW

Wirtschaft |

Die Funktion des einheitlichen Ansprechpartners in Verwaltungsfragen für Unternehmen und Dienstleister sollte auf die Städte und Kreise in Nordrhein-Westfalen übertragen werden. Dies hat Kreisdirektor Hans-Jürgen Petrauschke in seiner Funktion als Vorstandsvorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Kommunale Wirtschaftsförderung in Nordrhein-Westfalen (AGKW) in Düsseldorf auf ihrer Jahrestagung vom Land gefordert.

Diese Funktion soll nach europarechtlichen Vorgaben dazu führen, dass Unternehmen und Dienstleister stets nur einen behördlichen Ansprechpartner haben, der sämtliche Anmeldungen und Genehmigungen zentral abwickelt. "Die Verordnung des einheitlichen Ansprechpartners auf kommunaler Ebene bietet eine große Chance für die kommunale Wirtschaftsförderung, Unternehmen beim Eintritt in die örtlichen Märkte noch intensiver zu begleiten und zu unterstützen", erklärte Petrauschke vor mehr als 100 Wirtschaftsförderern aus allen Landesteilen. Dies gelte nicht zuletzt im Interesse einer ganzheitlichen wirtschaftspolitischen Erfolgsstrategie für den Standort Nordrhein-Westfalen.

Die Arbeitsgemeinschaft Kommunale Wirtschaftsförderung in Nordrhein-Westfalen wurde vor mehr als 40 Jahren von den kommunalen Spitzenverbänden Städtetag, Städte- und Gemeindebund sowie Landkreistag gegründet und ist ein Zusammenschluss der kommunalen Wirtschaftsförderer aus den kreisfreien Städten, Kreisen, kreisangehörigen Städten und Gemeinden sowie der Wirtschaftsförderungsgesellschaften. Die AGKW-Jahrestagung 2008 in der NRW.Bank stand unter dem Motto "Das Erfolgsgeheimnis wachsender Wirtschaftsstandorte - Bedingungen, Strategien, Best-Practice”.

Kommunale Wirtschaftsförderung stehe heute zunehmend selbst in einem Wettbewerb. "Dieser Wettbewerb umfasst sowohl einen Wettbewerb um die besten Standorte, aber auch einen Wettbewerb um die besten Förderungs- und Ansiedlungsstrategien. Deshalb ist es so wichtig, regelmäßig über den eigenen Tellerrand hinaus zu schauen und von anderen Beispielen zu lernen", so Petrauschke.

In seiner Einführungsrede betonte er die Bedeutung der regionalen und überregionalen Vernetzung einer modernen kommunalen Wirtschaftsförderung. Darüber hinaus forderte er das Land NRW auf, im Rahmen der nordrhein-westfälischen Wettbewerbe um EU-Ziel-II-Fördermittel ein möglichst hohes Maß an Transparenz herzustellen. Insbesondere müssten die Voraussetzungen für mittelständische Unternehmen günstiger gestaltet werden: "Gerade kleine und mittelgroße Unternehmen werden vielfach von dem erheblichen bürokratischen Aufwand für die Teilnahme an Wettbewerbsverfahren abgeschreckt."

Auch über Ziel-II-Wettbewerbe hinaus mahnte Petrauschke in Düsseldorf  nachhaltige, für den Mittelstand verlässliche Förderprogramme an. Ein weiterer wichtiger Aspekt sei der Ausbau des Dialogs zwischen Wirtschaft und Verwaltung. Unternehmen sollen durch Kommunen und Land Unterstützung und Hilfe zur Seite gestellt werden. Unnötige Lasten und Hemmnisse müssten im kooperativen Miteinander abgebaut werden.

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