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Kreativität als Standortfaktor

Europa |

Das Votum des Kreisausschusses ist eindeutig. Ohne Gegenstimme wurde bei der Sitzung im Kreishaus Neuss die Teilnahme des Rhein-Kreises am Projekt "Creative Regions - Kreative Regionen" im Rahmen der europäischen Regionalförderung "INTERREG IV B" beschlossen.

Acht Regionen aus sechs europäischen Ländern wollen die Ansiedlung kreativer Industrien fördern und Kulturlandschaften erlebbar machen. Neben dem Rhein-Kreis Neuss und dem Kreis Gross-Gerau aus Deutschland arbeiten die Regionen Cheshire/Großbritannien, Kortrijk-Leiedal/Belgien, Meurthe et Moselle und Nord-Pas de Calais/Frankreich, Shannon/Ireland und die Provinz Limburg/Niederlande in dem Projekt zusammen.

"Die so genannten kreativen Industrien gewinnen für Kommunen als Standortfaktor zunehmend an Bedeutung", ist sich Landrat Dieter Patt sicher. Und auch Wirtschaftsministerin Christa Thoben betont in einem Schreiben an den Landrat, dass diese kreativen Wirtschaftszweige die Attraktivität von Standorten fördern und einen wichtigen Beitrag im Standortwettbewerb leisten.

Im Rhein-Kreis Neuss gibt es bereits verschiedene Unternehmen der "Kreativen Industrie" aus den Bereichen Kunst, Musik, Werbung, Design, Architektur, Forschung und Entwicklung. Für die Erftregion soll ein Ansiedlungsplan "Kreativität" entwickelt werden, um Synergieeffekte zu verbessern und mehr kreative Firmen in den Rhein-Kreis Neuss zu holen. Grundlage dieses Plans wird ein "Masterplan Creativity" sein, den die Salford University im englischen Manchester für die beteiligten Regionen entwickelt.

Weiterer Schwerpunkt des Projekts für den Rhein-Kreis Neuss ist ein Freiraumkonzept für Hombroich Raumortlabor. Das Konzept ist Aufgabe des Kreises im Zuge der Regionalplanung und soll eine qualitativ hochwertig Verbindung der vorhandenen Bauten und ihre Einbindung in die Kulturlandschaft an der Erft gewährleisten.

Das zuständige Projektsekretariat der Europäischen Union in Lille signalisierte schon im Vorfeld seine Zustimmung, deshalb erwartet Landrat Dieter Patt im Oktober einen positiven Bescheid zur Förderung. Bis 2013 übernimmt dann die Europäische Union 50 Prozent der jährlichen Kosten von 90.000 Euro. "Kreative Regionen" ist nicht das erste europäische Projekt für den Rhein-Kreis Neuss. Schloss Dyck in Jüchen ist Ankergarten des "European Garden Heritage Network", ein Projekt, das durch den vorangegangenen Förderzyklus "INTERREG III B" mitfinanziert wurde.

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