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Landrat besucht windtest grevenbroich GmbH

vier Personen

Energie |

Der Windenergie kommt eine immer größere Bedeutung bei der Energieversorgung zu. So informierten Landrat Dieter Patt, Kreiskämmerer Ingolf Graul und Johannes Nordmann, Leiter des Kreisplanungsamtes, sich jetzt bei der windtest grevenbroich GmbH (wtg) über die aktuelle Unternehmensentwicklung. Thema des Besuchs auf der Neurather Höhe war die Beteiligung der wtg am "Lokalen Energiepakt Rhein-Kreises Neuss".

Geschäftsführerin Monika Krämer erklärte, dass sich die wtg seit 1996 am Markt als akkreditiertes Mess- und Prüfinstitut international durchgesetzt und sich weltweit als unabhängiger Gutachter und Dienstleister im Bereich der Windenergie einen Namen gemacht hat. "Die Internationalität des Kundenkreises wuchs mit dem Auf- und Ausbau windenergetischer Infrastruktur in immer mehr Ländern. Heute kommen Aufträge aus Indien, Süd-Korea und den USA. Das Fundament liegt jedoch in einer gesunden Auftragslage aus Europa", erklärte Krämer. Vor diesem Hintergrund sei insbesondere die Erstellung von Ertragsgutachten für Windkraftanlagen ein zukunftsweisender Geschäftsbereich.

Die wtg betreibt in Grevenbroich das größte Testfeld der Welt für Windernergie-Anlagen im Binnenland. Prototypen und Testanlagen mit einer Nennleistung von 600 bis 2.500 kW werden dort derzeit getestet und nach internationalen Richtlinien vermessen. Nach abgeschlossener Arbeit werden die Anlagen wieder abgebaut und durch neue Prototypen ersetzt.

Deutlich wurde bei dem Gedankenaustausch mit Landrat Patt, dass die windtest grevenbroich GmbH weitere neue Projekte entwickeln und in die lokale Energieinitiative des Kreises einbringen wird. "Von besonderem Interesse sind hierbei die Kombination neuer Energien sowie Forschungsprogramme zur Sicherung der Stromversorgung. Die gute Auftragssituation im Bereich der Windenergie bietet zudem große Chancen für mittelständische Unternehmen aus der Region", so Landrat Patt, der die wtg als einen "wichtigen Baustein in unserem lokalen Energiepakt" bezeichnete.

Als Energie-Standort soll der Rhein-Kreis Neuss dabei sein, wenn Wirtschaft und Wissenschaft neue Projekte für die Zukunft der Energieversorgung entwickeln, so die Zielsetzung des von Landrat Patt initiierten "Lokalen Energiepakt Rhein-Kreis Neuss". "Perspektiven für Ökologie und Ökonomie" lautet dabei seine Devise. Mit Blick auf den Klimaschutz, aber auch auf die wirtschaftlichen Chancen, mit denen der Rhein-Kreis rechnen könne, wenn er unter modernsten Vorgaben und Zielen zum Vorzeigestandort in Sachen Energie werde, spricht der Landrat von einer Herausforderung, der sich der Kreis gemeinsam mit RWE, den Kommunen, lokaler Wirtschaft, Politik und engagierten Bürgern stellen wolle. Neben den bekannten Stärken des "Energie-Kreises" wie Braunkohle, Kraftwerke, Photovoltaik oder den Windtest-Anlagen setzt Patt dabei ganz besonders auf den Forschungs- und Bildungsbereich: "Bei diesen Themen ist Kompetenz gefragt und anziehend." Bei der Windkraft liegt die Zukunft bei neuen Anlagen-Generationen.

Wie der Landrat wtg-Geschäftsführerin Krämer berichtete, gibt es zum Energiepakt bereits weitere positive Signale aus Wirtschaft, Kommunal-, Landes- und Europa-Politik sowie Wissenschaft, u. a. mit dem Forschungszentrum Jülich und der RWTH Aachen.

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