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2. "Summer School" mit der Universität New Mexico auf Schloss Dyck

Die Jungakademiker aus den Vereinigten Staaten

Bildung |

Elf amerikanische Studenten der University of New Mexico (UNM) in Albuquerque erweitern zurzeit im Rahmen der 2. "Summer School" auf Schloss Dyck ihre Kenntnisse über Deutschland und Europa. Seit rund 20 Jahren pflegt der Rhein-Kreis Neuss enge Kontakte zu der Universität im Südwesten der USA. So konnte Landrat Dieter Patt die anhegenden Akademiker in seiner in Englisch gehaltenen, freien Rede bei der "Opening Ceremony" mit US-Generalkonsul Matthew Boyse auch als UNM-Professor begrüßen. Denn seit Mitte der 90-er Jahre ist er Adjunct Associate Professor an der amerikanischen Hochschule.

Im Rahmen der Atlantischen Brücke zwischen dem Rhein-Kreis Neuss und der University of New Mexico hatte im vergangenen Jahr auf Schloss Dyck eine erste deutsch-amerikanische Tagung zur Vorbereitung eines interdisziplinären akademischen Austauschprogramms stattgefunden. Der Gouverneur von New Mexico, Bill Richardson, hatte die Tagung bei einem Treffen mit Landrat Patt in Berlin angestoßen. Denn in einer offiziellen Absichtserklärung zwischen dem Rhein-Kreis und dem Staat von New Mexiko ist eine enge Zusammenarbeit mit der staatlichen Universität in Albuquerque ausdrücklich gewünscht.

Die 1. Sommerschule auf Schloss Dyck startete bereits 2007. Sie wurde von angehenden Landschaftsarchitekten besucht. In diesem Jahr haben sich Vertreter verschiedener Fakultäten für das internationale Austauschprogramm qualifiziert. Noch bis zum 2. August werden sich die US-Studenten in zwei Kursen mit der politischen Entwicklung in Deutschland und Europa sowie amerikanischen Schriftstellern in Europa befassen, und dazu auch Exkursionen nach Berlin, Brüssel und Paris absolvieren.

Unterstützt wird das Projekt vom International Office der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn. Die Bonner Uni ist mit rund 27.000 Studierenden eine der großen Universitäten in Deutschland. Als international operierende Forschungsuniversität verfügt sie im In- und Ausland über ein hohes wissenschaftliches Ansehen. Die Dezernentin des International Office der Hochschule, Lieselotte Krikau-Richter, bedankte sich in ihrem Grußwort bei Landrat Patt für sein großes Engagement beim Zustandekommen des deutsch-amerikanischen Austauschprogramms und sagte ihre Unterstützung für weitere Projekte zu. Landrat Patt: "Als weiterführendes Ziel ist angedacht, eine 'American Academy' auf Schloss Dyck zu errichten."

Aus der anfänglichen Kooperation zwischen dem Rhein-Kreis Neuss und der Universität von New Mexico, die in den 80-er Jahren auf dem Gebiet der Mundartforschung begann, ist schnell ein umfassendes deutsch-amerikanisches Austauschprogramm geworden, das unter der Überschrift "Atlantische Brücke" bereits zu zahlreichen Begegnungen und Seminaren geführt hat. Die Zusammenarbeit beinhaltet auch die berufliche Bildung und die Bereiche Sport, Kultur und Wirtschaft. Prof. Dr. Peter Pabisch, auf amerikanischer Seite einer der Baumeister der Altantischen Brücke, ist im Rhein-Kreis Neuss bestens bekannt, auch aufgrund seiner Dialektforschung, für die er 2002 mit dem Friedestrompreis geehrt wurde.

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