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Darauf müssen Sie bei Auslandreisen mit Tieren achten!

dunkelbrauner Hund

Tiere |

Die Ferienzeit steht vor der Tür und zahlreiche vierbeinige Familienmitglieder sollen mit in den Urlaub. So wie "Herrchen" oder "Frauchen" nur mit gültigem Personalausweis reisen dürfen, brauchen auch Hund und Katze den so genannten EU-Heimtierausweis, wenn Sie innerhalb Europas auf Reisen gehen sollen. Entgegen der alten Regelungen, bei denen innerhalb Europas mit einer Übergangsfrist bis Juli 2005 jedes einzelne EU-Land seine eigenen Regelungen hatte, sind jetzt die Einreisebestimmungen weitestgehend vereinheitlicht worden. Ziel ist es, die Mitnahme von Hund und Katze in den Urlaub innerhalb Europas zu erleichtern. Eine Ausnahme stellen weiterhin Großbritannien, Malta, Irland und Schweden dar, die eigene Einreisebestimmungen haben.

Wie sieht der Heimtierausweis aus?

Es handelt sich um einen Pass mit blauem Einband und dem gelben Sternenkranz des Europa-Emblems. Darunter steht Europäische Union und Heimtierausweis. Jeder Pass hat eine eigene Nummer am unteren Rand des Passes.

Was muss im Heimtierausweis drinstehen?

Vollständiger Name und Adresse des Besitzers, Beschreibung des Tieres (Name, Rasse, Geschlecht, Geburtsdatum, Haarkleid), Nummer des Mikrochips oder die am Tier gut leserliche Tätowiernummer (gilt noch bis Juli 2011) sowie die Impfung gegen Tollwut, die mindestens vier Wochen vor der Einreise durchgeführt sein muss. Sie gilt in Abhängigkeit des verwendeten Impfstoffs ein bis drei Jahre. Die Gültigkeitsdauer wird vom Haustierarzt in den Impfpass eingetragen. Andere Impfungen können ebenfalls in den Heimtierausweis eingetragen werden. Hunde und Katzen müssen mindestens drei Monate alt sein, bevor Sie gegen Tollwut geimpft werden können.

Woher bekomme ich den Heimtierausweis?

Der Heimtierausweis wird vom Haustierarzt ausgestellt. Dieser führt auch die notwendige Impfung gegen Tollwut, weitere Impfungen sowie die Mikrochipimplantation durch.

Was ist bei Reisen in Nicht EU- Länder zu beachten:

Die Einreise in Drittländer ist nicht durch die EU-Bestimmungen geregelt. Bei der Einreise gelten die Vorschriften des jeweiligen Landes, die bei den Botschaften oder beim Konsulat des jeweiligen Landes zu erfragen sind.

Bei der Rückkehr aus dem Urlaub und der Wiedereinreise nach Deutschland ist jedoch folgendes zu beachten:

Nach dem Urlaubsaufenthalt in vielen Ländern Europas, die nicht der EU angehören z. B. Bulgarien, Bosnien, Rumänien, Serbien, Montenegro oder die Türkei, muss bei Wiedereinreise der Nachweis einer Blutuntersuchung mit Bestimmung des Tollwuttiters vorgelegt werden können. Das heißt, bereits drei bis vier Monate vor dem Urlaubsbeginn muss beim Haustierarzt eine Blutuntersuchung zur Titerbestimmung durchgeführt werden. Ist der Tollwuttiter dann hoch genug, besitzen Hund und Katze einen ausreichenden Tollwutimpfschutz und dem Urlaub und der Wiedereinreise nach Deutschland stehen nichts mehr im Weg.

Reisen nach Großbritannien, Malta, Nordirland, Irland, Schweden

Hier gilt das "Pet Travel Scheme". Informationen hierzu sind beim Haustierarzt erhältlich.

Was passiert, wenn ich mich nicht an die Vorschriften halte?

Wer ohne den neuen EU-Heimtierausweis reist, muss mit Problemen an der Grenze, im Inland oder bei der Wiedereinreise nach Deutschland rechnen. Im Einzelfall muss mit Sanktionen des Mitgliedstaates gerechnet werden, die bis zur Quarantäne des Tieres reichen und mit erheblichen Kosten für den Tierhalter verbunden sind.

In diesem Zusammenhang warnt das Kreisveterinäramt davor, Tiere in anderen Ländern einzusammeln und ohne die notwendigen Papiere, z B. ohne gültige Tollwutschutzimpfung und anerkannte Tollwuttiteruntersuchung nach Deutschland einzuführen. "Von diesen Tieren kann eine große Gefahr für Mensch und Tier ausgehen", sagt Amtsleiter Dr. Gerhard Fischer. Darüber hinaus sind die seit einigen Jahren in den südlichen Urlaubsländern beheimateten "Mittelmeerkrankheiten", die nach dem Urlaub vor allem über Hunde als unerwünschtes Souvenir nach Deutschland eingeschleppt werden, nicht zu unterschätzen. Diese Krankheiten wie zum Beispiel die Leishmaniose, Babesiose, Borreliose oder auch Herzwurmkrankheit, werden durch Zecken, Flöhe oder auch Mücken auf die Hunde übertragen. Bitte klären Sie in Abhängigkeit von der Urlaubsregion vor Antritt Ihrer Reise durch Ihren Haustierarzt ab, welche Vorsorgemaßnahmen zu treffen sind.

Auch dürfen nicht alle Hunderassen in jedes Land einreisen. In einigen Ländern besteht Leinen- und Maulkorbzwang.

"Reisende sollten unbedingt darauf achten, für Ihr Haustier ein schattiges Plätzchen während der Fahrt zu reservieren, Tiere nicht im Auto zurückzulassen und immer eine ausreichend große Wasserreserve mit Napf bereit zu halten", so Fischer.

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