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Startschuss für die Erweiterung des Projektes "Wirtschaft pro Schule"

Personengruppe vor einem Gebäude

Die Mitwirkenden am Projekt nach Unterzeichnung des Vertrages

Wirtschaft |

Klagen über mangelndes Interesse, sowie schlechte Motivation und Qualifikation von Auszubildenden sind allzu häufig Thema in den Medien. Das Projekt "Wirtschaft pro Schule" arbeitet seit drei Jahren erfolgreich daran, die unterschiedlichen Erwartungen von Unternehmen und Schulabgängern anzugleichen, und durch gezielte Informationen den Jugendlichen einen möglichst guten Start in die Berufsausbildung zu ermöglichen.

Auf Gut Gnadental konnte jetzt die Erweiterung mit den Unterschriften der Partner aus Wirtschaft und Schulen besiegelt werden. In Vertretung des Schirmherrn Landrat Dieter Patt, dankte Kreisschulamtsleiter Dr. Jürgen Hildebrandt den zahlreich anwesenden Vertretern aus Wirtschaft, Schulen und Verwaltung für ihre Bereitschaft, aktiv an der 2. Säule des Projekts "Wirtschaft pro Ausbildung" mitzuwirken.

Initiatorin Jutta Zülow informierte über die Entwicklung und bisherigen Erfolge des Projekts, sowie die positiven Auswirkungen für die beteiligten Unternehmen und Schüler. "Wir Unternehmer können unseren Betrieb und Beruf bekannter machen und  geeignete Auszubildende gewinnen. Die Schulen können im Rahmen der Berufsvorbereitung auf das Fachwissen der Praktiker zugreifen und die Schülerinnen und Schüler gehen mit viel mehr Hintergrundwissen in die Bewerbung um einen Ausbildungsplatz. Eine klassische Win-Win-Situation", erläuterte die Vorstandsvorsitzende der Zülow AG.

In dem Projekt "Wirtschaft pro Schule" waren bisher neun Firmen aus der Region und acht Schulen aus dem Rhein-Kreis Neuss aktiv beteiligt. Mit im Boot sind außerdem das Schulamt und die Wirtschaftsförderung des Rhein-Kreises Neuss, die Unternehmerschaft Düsseldorf, die Agentur für Arbeit, die Industrie- und Handelskammer Mittlerer Niederrhein und die Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf.

Der Erfolg des Projektes war in den vergangenen zwei Jahren mit knapp 300 Absolventen so groß, dass es nun ausgebaut wird: Weitere 22 Firmen aus der Region werden mit Beginn des neuen Schuljahres eine zweite Gruppe bilden, in der jetzt verstärkt auch handwerkliche Berufe vertreten sein werden. Ihnen gegenüber stehen acht zusätzliche Schulen aus dem Rhein-Kreis Neuss, in denen das Thema Berufsausbildung als zusätzliches Angebot fest im Stundenplan verankert sein wird.

Achtklässlern der Haupt- und Realschulen und den Teilnehmern der gymnasialen Oberstufen sollen in der 1. Stufe des Projektes berufsrelevante Themen praxisorientiert vermittelt werden, damit sie gezielter ihre Berufswahl treffen können. Dazu stellen im zweiten Schulhalbjahr Firmeninhaber, Geschäftsführer, Personalleiter, Ausbilder und Auszubildende fast 40 Ausbildungsberufe und die entsprechenden Anforderungen ihrer Unternehmen im Unterricht vor. Ergänzt wird das Ganze durch Praktika, Betriebserkundungen und Bewerbungstrainings.

Darauf aufbauend werden die angehenden Auszubildenden im folgenden Jahr durch Erkundungstage in den beteiligten Unternehmen, Bewerbungstrainings und einen "Bewerbertag" in der 2. Stufe des Projekts weiter für ihren Einstieg in die Berufsausbildung fit gemacht.

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