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Unterstützung aus Brüssel für deutsch-polnische Energiekonferenz

Wirtschaft |

Im Europäischen Parlament in Brüssel erhielt Landrat Patt jetzt die Zusage für politische und wissenschaftliche Unterstützung zur Durchführung einer deutsch-polnischen Energiekonferenz in Polen. Gemeinsam mit Landrat Henryk Jaroszek, Kreis Mikolów, und einer Abordnung aus Polen war Landrat Patt auf Einladung der Europaabgeordneten Karl-Heinz Florenz und Malgorzata Handzlik (Polen) zu einem Gespräch über die EU-Klima- und Energiepolitik und ihre Auswirkungen auf die beiden Partnerkreise nach Brüssel gereist.

Landrat Patt betonte, dass Klima und Energie die größten Herausforderungen für die Weltgemeinschaft darstellten. Für die Zukunft sei es entscheidend, dass dort, wo Energie produziert werde, Belastungen für die Umwelt weitestgehend reduziert würden. In diesem Zusammenhang wies er auf den Energiestandort Rhein-Kreis Neuss hin, der mit seinem BoA-Kraftwerk und der Zertifizierungsanlage für Windräder in Grevenbroich, dem Forschungszentrum 3M sowie den wissenschaftlichen Verbindungen zur RWTH Aachen und dem Forschungszentrum Jülich für die künftigen umweltpolitischen Herausforderungen hervorragend gerüstet sei. Umweltschutz müsse auch ökonomisch sein und daher sei es ganz entscheidend, dass in Europa Forschung und Entwicklung forciert würden. Landrat Patt erklärte, dass alle diese Themen im lokalen Energiepakt Rhein-Kreis Neuss gebündelt seien.

Gerade vor dem Hintergrund des Anfang Dezember stattfindenden UN-Klimagipfels in Posen sieht der Landrat gute Anknüpfungspunkte für die deutsch-polnische Zusammenarbeit in den Bereichen Klimaschutz und Energie. Die zeitnahe Durchführung und inhaltliche Anlehnung einer deutsch-polnischen Energiekonferenz im Kreis Mikolów im November könne ein Vorzeigeprojekt mit Symbolkraft für die deutsch-polnische Zusammenarbeit werden, wenn es gelänge, aus beiden Ländern und von Seiten der Europäischen Union Politik und Wissenschaft für eine Unterstützung zu gewinnen.

Karl-Heinz Florenz unterstrich, wie wichtig die Unterstützung von Kommunen im grenzüberschreitenden Austausch sei; nur so könne es gelingen, mehr Akteure und damit mehr Wettbewerb im Energiebereich zu installieren und zu unterstützen. Der Europaabgeordnete erklärte sich bereit, ebenso wie seine polnische Kollegin, die Schirmherrschaft für die Konferenz zu übernehmen und sagte seine Unterstützung zu, entsprechende politische und finanzielle Unterstützung in Brüssel zu mobilisieren. Europa müsse in diesem wichtigen Zukunftsbereich eine "leading person" werden und die dritte technische Revolution anführen.

Als Tagungsort für die deutsch-polnische Konferenz ist das Steinkohlekraftwerk in Laziska Górne im Kreis Mikolów angedacht. Das Kraftwerk, das heute zu den modernsten Kraftwerken seiner Art in Europa gehört, wird von dem polnischen Energiekonzern PKE Tauron betrieben. Zwischen PKE und RWE gibt es seit Jahren enge Kontakte, die nun zur Vorbereitung der deutsch-polnischen Energiekonferenz genutzt werden sollen.

Im Mittelpunkt der Konferenz sollen die Themen Kraftwerkserneuerung, Forschung und Entwicklung sowie regenerative Energien und nachwachsende Rohstoffe stehen. In diesem Zusammenhang wies Landrat Patt auf die bereits von RWE zugesagte Unterstützung bei der Besetzung mit hochkarätigen Referenten und Teilnehmern hin. Patt selbst wird sich für die Unterstützung des Vorhabens durch die Landesregierung NRW und durch den Bund einsetzen. Florenz und Handzlik sagten auch die gemeinsame Ansprache der Europäischen Kommission und die Unterrichtung der jeweiligen nationalen und europäischen Experten und Repräsentanten zu. Alle Beteiligten wollen in den kommenden Wochen die Möglichkeiten einer jeweiligen nationalen und europäischen finanziellen Unterstützung für die Konferenz prüfen und dann in engem Kontakt die weiteren Schritte bei der Planung und Organisation abstimmen.

Landrat Patt bedankte sich bei den beiden EU-Abgeordneten für das gute Gespräch und lud die polnische EU-Abgeordnete Malgorzata Handzlik zu einem Besuch in den Rhein-Kreis Neuss ein. Die Abgeordnete hat diese Einladung mit Dank angenommen. Besonders bedankte sich der Landrat bei Karl-Heinz Florenz, der ganz entscheidend das jetzige Treffen vorbereitet hatte. Karl-Heinz Florenz ist bekanntlich Berichterstatter des Europäischen Parlaments für den Klimawandel. Er war für die EU in Bali und er wird auch am UN-Klimagipfel in Polen teilnehmen.

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