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Problemkeim MRSA - Symposium stieß auf reges Interesse  

vier Personen mit Merkblatt

Gesundheit |

Gäbe es einen Shooting-Star unter den Infektionserregern in Deutschland, käme ein Bakterium sicher in die engere Wahl: Gemeint ist die besonderes widerstandsfähige Variante des Hautkeims Staphylokokkus aureus, abgekürzt MRSA.

Vor allem hohes Alter, Bettlägerigkeit, chronische Erkrankungen wie die Zuckerkrankheit oder eine dauerhafte Nierenfunktionsstörung, Antibiotikabehandlung sowie ein Klinikaufenthalt begünstigen die Entwicklung, Vermehrung und Übertragung dieses Problemkeimes, so Katja Peters, wissenschaftliche Abteilungsleitung bei der Akademie für Öffentliches Gesundheitswesen in Düsseldorf. Die Fachärztin unterrichtete im Sitzungssaal des Kreishauses Grevenbroich rund 130 interessierte Ärzte und Pflegekräfte über neue Aspekte der Vermeidung einer MRSA-bedingten Infektion.

Zuvor hatte Kreisgesundheitsdezernent Karsten Mankowsky bei der Begrüßung auf Erkenntnisse des aktuellen Hygiene-Kongresses in Berlin verwiesen, wonach jährlich bis zu eine Million Patienten im Krankenhaus eine Infektion erleiden, die wiederum in rund 50000 Fällen sogar zum Tode führt.

Der MRSA-Erreger zählt heute zu den klassischen Verursachern einer solchen Krankenhausinfektion und unterliegt daher besonderer Aufmerksamkeit durch Ärzte und Pflegekräfte. In zwei weiteren Referaten wurde deutlich, dass sich der Rhein-Kreis Neuss seit Jahren in der Bekämpfung dieses Problemkeimes engagiert. Siegfried Hauswirth, der Leiter des Bereiches "Infektionsschutz" im Kreisgesundheitsamt wies diesbezüglich u.a. auf die Einrichtung eines MRSA-Netzwerkes hin, dass nunmehr seit einem halben Jahr existiert und vor allem unter Beteiligung der Hygienefachkräfte der Krankenhäuser bereits zahlreiche wichtige Impulse gegeben habe. Amtsarzt Dr. Michael Dörr in seinem Fazit: "Fakt ist, dass wir in den hiesigen Kliniken nur maximal 1,6 MRSA-Fälle bezogen auf 1000 Patiententage registrieren-gegenüber einem landesweiten Durchschnittswert von 1,9."

Damit diese günstige Konstellation weiterhin bestehen bleibt, hat das MRSA-Netzwerk zwei Merkblätter, zum einen für die Rettungs- und Krankentransportdienste und zum anderen für Patienten und Angehörige, veröffentlicht. Beide sind unter nachfolgendem Link erhältlich.

Wichtiger Hinweis: Sie sehen eine Archivseite. Diese Informationen geben den Stand des Veröffentlichungstages wieder () und sind möglicherweise nicht mehr aktuell.