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Fliegenproblem erneut angepackt

Nahaufnahme einer Fliege

Umwelt |

Unter Moderation von Kreisumweltdezernent Karsten Mankowsky wurde im Grevenbroicher Kreishaus ein weiteres Abstimmungsgespräch zur Fliegenproblematik im Grevenbroicher Stadtteil Allrath geführt. Neben den Vertretern der Landwirtschaft sowie der Stadt- und Kreisverwaltung war auch der Düsseldorfer Universitätsprofessor und Fliegenexperte Heinz Mehlhorn mit dabei.

"Die Ursachen der Fliegenproblematik wurden unter Hinzuziehung wissenschaftlichen Fachverstandes ermittelt und der Reihe nach abgearbeitet", führte Mankowsky aus. Ursächlich für die in der Vergangenheit in Massen aufgetretenen Fliegen war vermutlich die Anlieferung von mit Fliegeneiern und -maden durchsetztem Hühnerkot auf einer Ackerfläche süd-östlich von Allrath. In dem als kritisch erkannten Ackerbereich verzichteten die Landwirte auf eine künftige Kotaufbringung und über das Umweltministerium wurden Gespräche mit den Niederländern geführt, um die Qualität des Hühnertrockenkotes zu verbessern. "Die getroffenen Maßnahmen waren richtig und wirkungsvoll", stellte Mankowsky im Einvernehmen mit allen Gesprächsteilnehmern heraus und dankte insbesondere der Landwirtschaft für die auch mit Erlöseinbußen verbundene Kooperation.

Dennoch traten vor einigen Tagen erneut große Mengen Fliegen in Allrath und abgeschwächt auch in Neuenhausen auf. Als wahrscheinliche Ursache konnte eine auf der Vollrather Höhe angelieferte wiederum mit Fliegeneiern und -maden durchsetzte Hühnerkotlieferung ermittelt werden. Trotz der großen Entfernung wurden durch Fallwinde an der Vollrather Höhe die Fliegen bis nach Allrath und bei drehendem Wind auch nach Neuenhausen verweht. Mit der sofort veranlassten unverzüglichen Einarbeitung in den Acker wurde die Problematik entschärft.

"Auch für die jetzt aus größerer Entfernung und anderer Richtung aufgetretene Fliegenproblematik werden wirkungsvolle Vorsorgemaßnahmen entwickelt", kündigte Mankowsky an. Auch auf der Vollrather Höhe wird angestrebt, die betroffenen Landwirte zu einem freiwilligen Verzicht auf die künftige Hühnertrockenkotaufbringung zu bewegen. Nach ergänzenden Untersuchungen wird auf die Lieferanten und die niederländischen Behörden erneut eingewirkt, um die Qualität des Trockenkotes zu verbessern. "Wir wollen das Problem im Konsens mit allen Beteiligten lösen. Wenn alle mitmachen, haben wir das Problem im Griff", so Mankowsky weiter.

Die Kreisverwaltung koordiniert weiterhin die Tätigkeit der Fachbehörden. Ansprechpartner ist das Umweltamt unter der Telefonnummer 02181 601-6801.

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