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Meerbuscher Verein auf den Spuren eines großen deutschen Bildhauers

Führung in Skulpturenhalle

Kultur |

"Wir sind von den Skulpturen-Hallen hier in Sinsteden sehr beeindruckt", bekennt Dr. Heinrich Otto Sternemann. Mit Ehefrau Inge gehört der Meerbuscher dem Verein der Freunde und Förderer des Schillerparks an, die sich mit 20 Teilnehmern auf den Spuren eines der bedeutendsten deutschen Bildhauer der Nachkriegszeit im Rhein-Kreis Neuss machten: Ulrich Rückriem.

"Landrat Dieter Patt hat uns bei der Einweihung unseres Rückriem-Kunstwerks im Schillerpark spontan eine persönliche Führung durch die Rückriem-Hallen im Kreiskulturzentrum Sinsteden angeboten", erläutert Vereinsvorsitzender und Initiator Christoph Bock die Idee für eine eintägige Busreise, die jetzt von Meerbusch über Helpenstein entlang des Strategischen Bahndamms nach Sinsteden und weiter nach Schloss Dyck führte.

"Nicht nur in Europa, auf der ganzen Welt sind Rückriems eindrucksvollen Steinskulpturen zu sehen – auf öffentlichen Plätzen, in Museen, in Privatsammlungen, im Reichstag Berlin, und eben bei uns im Rhein-Kreis Neuss", erläuterte der Landrat nicht ohne Stolz seinen interessierten Zuhörern in Sinsteden, darunter auch Landtagsvizepräsident Oliver Keymis (MdL) und Meerbuschs Bürgermeister Dieter Spindler. Wenn Landrat und Künstler Dieter Patt über Ulrich Rückriem spricht, über dessen kritisches Verhältnis zum aktuellen Kunstmarkt, sein Leben in Irland, der Normandie und in Köln, seiner Liebe zu den Steinen, wird sehr schnell deutlich, dass er auch über einen langjährigen Freund spricht, der seinen eigenen Werdegang als Künstler maßgeblich beeinflusst hat und ihm "unendlich viel bedeutet".

Nach einer Steinmetzlehre in Düren arbeitete Rückriem an der Dombauhütte in Köln und studierte an den Kölner Werkschulen bei Professor Ludwig Gies. Gleichzeitig begann er seine Tätigkeit als freier Künstler. Ab 1968 gestaltet er Steinskulpturen, die heute in vielen internationalen Sammlungen in Museen vertreten sind. 1974 wurde Rückriem Professor an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg, 1984 an der Kunstakademie Düsseldorf und seit 1988 ist er Professor an der Hochschule für Bildende Künste in Frankfurt am Main.

Durch die freundschaftliche Verbundenheit zwischen Rückriem und Patt ist es 1993 gelungen, mit den Skulpturen-Hallen Ulrich Rückriem eine Kultureinrichtung zu schaffen, die internationale Aufmerksamkeit hervorgerufen hat. In zwei Ausstellungshallen mit einer Grundfläche von 600 und 1.400 Quadratmetern sind rund 100 Steinskulpturen des international renommierten Künstlers ausgestellt. Die Skulpturen, Boden- und Wandreliefs sowie Stelen stellen einen Querschnitt seiner Arbeiten dar.

Die Skulpturen-Hallen Ulrich Rückriem im Kreiskulturzentrum in Rommerskirchen-Sinsteden können von freitags bis sonntags von 11 bis 17 Uhr besichtigt werden. Führungen sind nach Vereinbarung möglich (Telefon 02183 7045).

Der Eintritt kostet

  • für Erwachsene 3 Euro,
  • für Gruppen ab 6 Personen 2,50 Euro pro Person,
  • ermäßigter Eintritt, z.B. für Schüler und Studenten, 1 Euro,
  • für Familien 6 Euro - mit Familienkarte 5 Euro

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