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Wissenschaftliches Fundament für künftige Seniorenarbeit im Rhein-Kreis Neuss

drei Personen mit Bericht zur Seniorenpolitik

Soziales |

Unsere Gesellschaft wird immer älter – aber sind wir auch ausreichend darauf vorbereitet? Diese Frage stand im Mittelpunkt einer Konferenz, zu der der Rhein-Kreis Neuss jetzt die Vorsitzenden der Sozialausschüsse sowie die Sozialdezernenten der kreisangehörigen Städte und Gemeinden ins Kreishaus Grevenbroich eingeladen hatte.

Schon früh hat sich der Kreis durch den so genannten Silbernen Plan - ein Gutachten zur Lage der Senioren im Rhein-Kreis Neuss - der Belange älterer Menschen angenommen. So wendet der Rhein-Kreis Neuss für die stationäre Unterbringung in Pflegeeinrichtungen jährlich rund 15 Millionen Euro auf. Mit der Fortschreibung des Silbernen Plans will der Rhein-Kreis Neuss mit Unterstützung der kreisangehörigen Städten und Gemeinden auch künftig für eine bedarfsgerechte und zeitgemäße Seniorenarbeit sorgen.

Wie der stellvertretende Landrat und Vorsitzende des Sozial- und Gesundheitsausschusses des Rhein-Kreises Neuss, Dr. Hans-Ulrich Klose, betonte, seien bereits zahlreiche Handlungsempfehlungen umgesetzt worden. Schon seit langem beschäftige sich die Kommission "Silberner Plan" auch mit der Untersuchung neuer Wohnformen. Ein Ergebnis sei die Förderung von Mehrgenerationen-Wohnhäusern. "Besonderes Augenmerk", so Klose, "richtet die Kommission auch auf die ambulanten Angebote zur Heimunterbringung. Vorrang sollen ambulante Dienste und kleine Wohn- und Lebensformen, Wohngemeinschaften und betreutes Wohnen als attraktive Alternativen zu Altenpflegeheimen haben."

Welche Auswirkungen der demographische Wandel im Rhein-Kreis Neuss bis 2025 konkret auf die Versorgungsnachfrage und damit auf die Versorgungsstrukturen der Zukunft haben wird, berichtete Kreissozialdezernent Stefan Stelten, werde zurzeit wissenschaftlich untersucht. Beauftragt wurde damit die Forschungsgesellschaft für Gerontologie am Institut für Gerontologie der Technischen Universität Dortmund. Das vom Rhein-Kreis Neuss in Auftrag gegebene Gutachten wurde von den Vertretern der Städte und Gemeinden ausdrücklich begrüßt, könne es doch als gemeinsame Grundlage für die künftige Seniorenpolitik dienen. So betonte Kreisdezernent Stelten auch, dass er das jüngste Treffen in Grevenbroich als Auftakt verstehe, "für einen regelmäßigen Gedankenaustausch in der kommunalen Seniorenarbeit."

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