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Mitbegründer der Atlantischen Brücke feiert 70. Geburtstag

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Er ist eine bekannte Persönlichkeit im Rhein-Kreis Neuss, obwohl er in den Vereinigten Staaten von Amerika lebt: Prof. Dr. Peter Pabisch, der bis vor Kurzem an der renommierten Universität von New Mexiko lehrte. Gemeinsam mit Landrat Dieter Patt ist er Architekt der so genannten Atlantischen Brücke, einer Kooperation zwischen dem Rhein-Kreis Neuss und der Universität von New Mexiko. Jetzt feierte Peter Pabisch seinen 70. Geburtstag.

Erstmals begegnet sind sich Landrat Patt und der aus Österreich stammenden Philologe an der Deutschen Sommerschule in Taos, New Mexico, Ende der 80er Jahre. Patt war eingeladen worden, um über Kunst und Politik zu referieren. Gemeinsam mit Prof. Pabisch wurden in der Folgezeit Austauschprogramme von Sportlern, Berufschullehrern und Politikern organisiert. Ein Schulaustausch zwischen dem Pascal Gymnasium Grevenbroich und der Bernalillo High School wurde ins Leben gerufen, und etliche Delegationen aus New Mexico besuchten seitdem den Rhein Kreis Neuss.

Auch bei einem Treffen zwischen Patt und dem Gouverneur von New Mexico, Bill Richardson, stand Peter Pabisch Pate. Von diesem Treffen gingen Verhandlungen zwischen dem Rhein-Kreis und der Universität von New Mexico im Sommer 2007 auf Schloss Dyck aus, um dort nachhaltig Sommerakademien für amerikanische und deutsche Studenten mit der Möglichkeit eines Gegenbesuches in den Vereinigten Staaten zu etablieren. Partner des Rhein-Kreises Neuss für dieses Projekt sind verschiedene Hochschulen in Nordrhein-Westfalen, an ihrer Spitze die Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn.

Im Juni und Juli 2008 werden bereits zwei Studentengruppen aus Amerika auf Schloss Dyck sein, dort leben und lernen. Künftig könnte sich Schloss Dyck so auch als Zentrum für diese akademische Zusammenarbeit etablieren. Daran hat Prof. Dr. Pabisch ebenfalls großen Anteil.

Nach wie vor liegt Pabisch sein Forschungsschwerpunkt, die deutschsprachige Dialektdichtung, am Herzen, und er wird an diesem Thema mit dem Internationalen Mundartarchiv "Ludwig Soumagne" des Rhein-Kreises Neuss weiter zusammenarbeiten. Erst kürzlich übergab der Professor dem Mundartarchiv eine große Anzahl an Interviews, die er in den 70er Jahren mit vielen prominenten Mundartautoren führte. Sie bilden gemeinsam mit dem wissenschaftlichen Vorlass von Pabisch, der schon lange im Mundartarchiv ist, einen wichtigen Archivbestand.

Für das nächste Jahr sollen Teile der Interviews publiziert werden. Dann wird Peter Pabisch wieder einmal im Rhein-Kreis Neuss sein, und er wird auch wieder den Mundartarbeitskreis besuchen. Die heimischen Mundartdichter kennen und schätzen den amerikanischen Professor, der im Jahr 2000 mit dem Friedestrompreis ausgezeichnet wurde und schon mehrfach in Seminaren und Vorträgen zu dem Arbeitskreis gesprochen hat.

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