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Jahresbericht 2007 der ARGE Rhein-Kreis Neuss

fünf Personen sitzen am Konferenztisch

Arbeit |

Die am 1. Juli 2005 vom Rhein-Kreis Neuss und der Agentur für Arbeit Mönchengladbach gegründete Arbeitgemeinschaft zur Umsetzung der Hartz IV-Reform (ARGE) betreut mit rund 300 Mitarbeitern kreisweit rund 30.000 Leistungsempfänger - und das mit beachtlichem Erfolg. Bis Ende 2007 konnte sie insgesamt rund 5.000 Vermittlungen in den 1. Arbeitsmarkt verzeichnen.

Das geht aus dem ARGE-Jahresbericht für 2007 hervor, den Kreisdirektor Hans-Jürgen Petrauschke, Kreissozialdezernent Stefan Stelten, Johannes Schmitz, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Mönchengladbach, sowie ARGE-Geschäftsführerin Wendeline Gilles und Markus Hübner, stellvertretender ARGE-Geschäftsführer, jetzt gemeinsam im Kreishaus Grevenbroich vorlegten.

"Gute Arbeit für die Menschen", attestierte der Kreisdirektor der ARGE. "Die ARGE hat sich als wichtiger Akteur der Sozial- und Beschäftigungspolitik im Rhein-Kreis Neuss bewährt und 2007 ausgesprochen erfolgreich gearbeitet", so Petrauschke. Die Zahl der Bedarfsgemeinschaften lag am Jahresende bei 14.140 und damit 2,5 Prozent unter dem Niveau des Vorjahresmonates. Die Ausgaben für die passiven Leistungen des Bundes konnten im Jahr 2007 erstmals gesenkt werden. Die ARGE zahlte mit etwa 67 Millionen Euro knapp 5 Prozent weniger Arbeitslosengeld II und Sozialgeld aus als im Jahr 2006. Für die vielfältigen Eingliederungsleistungen wurden 16 Millionen Euro eingesetzt. "Wir hatten im Vorjahr ein Transaktionsvolumen von rund 130 Millionen Euro an Unterkunftskosten und Regelleistungen", fasste Kreisdezernent Stelten den Rahmen der gemeinsamen Anstrengungen zusammen.

Die ARGE Rhein-Kreis Neuss konnte die ursprünglichen Ziele für 2007 sogar übertreffen. Arbeitsagentur-Chef Johannes-Wilhelm Schmitz lobte die gute Zusammenarbeit mit dem Rhein-Kreis Neuss, die solche Erfolge erst möglich gemacht hätte. Wie ARGE-Geschäftsführerin Gilles betonte, seien die Erfolge im Bereich Jugendliche besonders erfreulich: "Über 1 100 junge Menschen unter 25 Jahren konnten in Arbeit oder Ausbildung integriert werden."

Auch die Zahl der Bedarfsgemeinschaften sank 2007 erstmals - im Jahresverlauf um 3 Prozent; auch die Zahl der Hilfeempfänger reduzierte sich, um 2,5 Prozent. Die ARGE hofft für 2008 auf eine weiterhin günstige Entwicklung und erwartet nur geringe gesetzliche Änderungen sowie einen Erfolg von neu geschaffenen Eingliederungsmaßnahmen, besonders für die Zielgruppe der Alleinerziehenden und der Unter-25-Jährigen.

Die ARGE Rhein-Kreis Neuss ist weiterhin dem Vergleichstyp für ländliche Gebiete in Westdeutschland mit sehr guter Arbeitsmarktlage und niedrigem Anteil an Langzeitarbeitslosen zugeordnet. Kreisdirektor Petrauschke "Unsere ARGE wird mit strukturstarken Regionen wie Baden-Württemberg und Südhessen verglichen und hat sich trotz schwieriger Rahmenbedingungen gut behauptet. Beim Vergleich der Zielerreichung belegt die ARGE Rhein-Kreis Neuss Rang 3 unter den insgesamt 43 Arbeitgemeinschaften. Für das Jahr 2008 wünsche ich uns und der ARGE bei dieser wichtigen Aufgabe weiterhin viel Erfolg."

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