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Wohin mit Baum- und Strauchschnitt?

Umwelt |

Frühlingszeit ist Gartenzeit. Nach der Winterpause steht eine Menge Gartenarbeit an, bei der sich oft haufenweise organischer Abfall ansammelt. Aber wohin mit dem ganzen Baum- und Strauchschnitt? Verbrennen ist der falsche Weg. Das ärgert nicht nur den Nachbarn, es ist auch nicht erlaubt.

"Das Verbrennen von Gartenabfällen ist schon seit geraumer Zeit verboten und es drohen sogar Geldbußen", erklärt dazu Kreisumweltdezernent Karsten Mankowsky.

Aber wohin mit dem ganzen Baum-, Strauch- und Heckenschnitt? Zum Beispiel können bei den Städten und Gemeinden die Braunen Tonnen bestellt werden, die regelmäßig entleert werden. Kleinere Mengen Grünabfall (bis maximal 1 Kubikmeter Volumen und 200 Kilogramm Gewicht pro Anlieferung) können zu den Privatanlieferstationen im Rhein-Kreis Neuss, die sich auf den Deponien in Neuss-Grefrath sowie in Grevenbroich-Neuenhausen befinden, gebracht werden. Pro Anlieferung entstehen hier Kosten in Höhe von 10 Euro.

Größere Mengen sollten aber direkt zur Kompostierungsanlage des Rhein-Kreises nach Korschenbroich gebracht werden. "Natürlich ist auch dieses mit Kosten verbunden. Da in unserem Kompostwerk jedoch qualitativ hochwertiger Kompost hergestellt wird, der gut vermarktet werden kann, können die Verwertungskosten relativ niedrig gehalten werden. So beträgt das Entgelt pro 1.000 Kilogramm Garten- und Parkabfälle 49,50 Euro zuzüglich der gesetzlichen Mehrwertsteuer", erläutert Norbert Clever, Leiter des Kreisumweltamtes.

Als eine weitere Möglichkeit, pflanzliche Abfälle umweltgerecht zu verwerten, nennt Norbert Clever die Anlage eines Komposthaufens, die Herstellung eigener Komposterde oder das Zerkleinern von Ästen und anderen organischen Abfällen mit Hilfe eines Häckslers: "Das so gewonnene Häckselgut kann unter anderem zum Abdecken von Beeten benutzt werden, was die langfristige Humusbildung fördert, das Unkrautwachstum verringert und in Trockenperioden als Verdunstungsschutz dient."

Um Ratsuchenden besser helfen zu können, hat sich das Kreisumweltamt einen besonderen Service einfallen lassen. In einer so genannten Verwerterliste werden Firmen aus dem Kreisgebiet aufgeführt, die Häckslerarbeiten durchführen bzw. Häcksler verleihen.

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