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Europa-Abgeordneter Karl-Heinz Florenz sagt Unterstützung zu

fünf lächelnde Personen sitzen an einem Konferenztisch

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Der Europa-Abgeordnete Karl-Heinz Florenz war jetzt zu einem Gedankenaustausch mit Landrat Dieter Patt im Kreishaus Neuss zu Gast. Im Mittelpunkt des Treffens stand Patts Initiative für einen "lokalen Energiepakt Rhein-Kreis Neuss" und eine mögliche Unterstützung des Projekts durch Brüssel.

Karl-Heinz Florenz - seit über zehn Jahren Europaabgeordneter für die Region Mittlerer Niederrhein - gilt als anerkannter Umwelt- und Klimaexperte: Er war lange Jahre Vorsitzender des Ausschusses für Umweltfragen des Europäischen Parlaments und ist nun Mitglied im Nichtständigen Ausschuss für den Klimawandel. In dieser Funktion ist er Berichterstatter des Europäischen Parlaments für den Klimawandel. So hat Florenz für die EU auch an der Umweltkonferenz in Bali teilgenommen.

Als Energie-Standort soll der Rhein-Kreis Neuss dabei sein, wenn Wirtschaft und Wissenschaft neue Projekte für die Zukunft der Energieversorgung entwickeln, so die Zielsetzung von Landrat Patt. Er sieht im lokalen Energiepakt Rhein-Kreis Neuss Perspektiven für Ökologie und Ökonomie. Mit Blick auf den Klimaschutz, aber auch die wirtschaftlichen Chancen, mit denen der Rhein-Kreis rechnen könne, wenn er unter modernsten Vorgaben und Zielen zum Vorzeigestandort in Sachen Energie werde, spricht der Landrat von einer Herausforderung, der sich der Kreis gemeinsam mit RWE, den Kommunen, lokaler Wirtschaft, Politik und engagierten Bürgern stellen wolle. Neben den bekannten Stärken des "Energie-Kreises" wie Braunkohle, Kraftwerke, Photovoltaik oder den Windtest-Anlagen setzt Patt dabei auch auf den Forschungs- und Bildungsbereich. Hier bestehen bereits gute Kontakte zum Forschungszentrum Jülich und zur RWTH Aachen.

Landrat Patt möchte seine im Dezember gestartete Energie-Initiative mit Hilfe von EU, Bund und Land auf eine noch breitere Basis stellen. Europa-Parlamentarier Florenz begrüßte dies und sagte seine volle Unterstützung zu. Unter anderem wird er Kontakte zu EU-Umweltkommissar Stavros Dimas und zum deutschen EU-Kommissar für Unternehmen und Wirtschaft, Günter Verheugen, herstellen.

Wie Landrat Patt Florenz berichten konnte, hat der neue RWE-Vorstandsvorsitzende Dr. Jürgen Großmann bereits Interesse an einer Zusammenarbeit signalisiert. Gemeinsam habe man die kurzfristige Einrichtung einer Arbeitsgruppe vereinbart, die sich aus Fachleuten von RWE und der Kreisverwaltung - federführenden ist hier das Amt für Entwicklungs- und Landschaftsplanung - zusammensetzen wird. Die Arbeitsgruppe werde die Potentiale für einen solchen Energie-Pakt detailliert ausloten. Angestrebt sei auch eine Zusammenarbeit mit der vor Kurzem von RWE gegründeten Tochtergesellschaft "Innogy", deren Ziel der Ausbau des Geschäftsbereichs regenerativer Energien ist.

Bereits am Veranstaltungstag des 3. Deutsch-Niederländischen Wirtschaftsdialogs im Rhein-Kreis Neuss zur künftigen Entwicklung des Energiesektors hat Landrat Patt seine Initiative zum lokalen Energiepakt auch bei der Kabinettsitzung der Landesregierung mit Ministerpräsident Dr. Jürgen Rüttgers auf der Museumsinsel Hombroich vorgestellt. Am Vortag war er in der Sache erneut mit Prof. Achim Bachem, Vorstandsvorsitzender des Forschungszentrums Jülich, zusammen.

Mit Blick auf die langjährige Partnerschaft des Rhein-Kreises Neuss zum polnischen Kreis Mikolów machte EU-Parlamentarier Florenz auch auf das Klima-Engagement des früheren polnischen Ministerpräsidenten und heutigen Europa-Abgeordneten Jerzy Buzek aufmerksam wie auch auf die in der 2. Dezemberwoche 2008 stattfindende nächste internationale Klimakonferenz in Polen. Florenz sagte auch vor dem Hintergrund der von Landrat Patt initiierten Deutsch-Polnischen Energiekonferenz zu, eine Verbindung zu dem polnischen EU-Abgeordneten und früheren Ministerpräsidenten, Buzek, zu vermitteln.

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