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Weckauf und Pukies in Härtefallkommission berufen

vier Personen

Verwaltung |

Landesinnenminister Dr. Ingo Wolf hat Kreisverwaltungsdirektor Manfred Weckauf und Amtsarzt Dr. Guido Pukies als ordentliches bzw. stellvertretendes Mitglied in die Härtefallkommission beim Innenministerium des Landes Nordrhein-Westfalen berufen.

Die Kommission befasst sich seit 1996 mit der Beratung besonders gelagerter Härtefälle im Hinblick auf den Aufenthalt ausländischer Staatsbürger. Situationen, die im Rahmen des geltenden Ausländer- und Asylrechts zu nicht gewollten Härten führen, können durch die Kommission aufgegriffen werden. Bei der Prüfung und Bewertung können auch besondere humanitäre Aspekte berücksichtigt werden. Die Härtefallkommission ist weisungsfrei und unabhängig.

Landrat Dieter Patt und Kreisdirektor Hans-Jürgen Petrauschke freuen sich über die Berufung der beiden Kreisbediensteten in das Landesgremium. "Unsere Verwaltungskompetenz in der Kreisverwaltung ist gefragt, und viele unserer Bediensteten bringen diese Kompetenz in Gremien auf regionaler oder Landesebene ein", sagte Patt. Und Kreisdirektor Hans-Jürgen Petrauschke ergänzte: "Die Mitgliedschaft eines Vertreters einer Ausländerbehörde in diesem Gremium ist nur in der Härtefallkommission des Landes Nordrhein-Westfalen vorzufinden. Auch die Mitgliedschaft eines Amtsarztes ist nicht selbstverständlich. Das Land zeigt durch die Einbindung von Praktikern den hohen Stellenwert, den es der Problematik und dem menschlichen Schicksalen beimisst."

Für Manfred Weckauf (58) ist es bereits die zweite Berufung in die Kommission. Mit 28 Jahren Berufserfahrung in der Ausländerbehörde gilt er als versierter Fachmann im Ausländer- und Asylrecht. Seit 1982 leitet der Jüchener die Ausländerbehörde bei der Kreisverwaltung im Amt für Sicherheit und Ordnung. Dr. Guido Pukies (37, Facharzt für Innere Medizin) ist seit 2003 als Amtsarzt beim Kreisgesundheitsamt tätig und leitet die Tuberkulosefürsorge. Daneben ist er im Rhein-Kreis Neuss als Leitender Notarzt tätig und betreut das Notkompetenzprojekt im Rettungsdienst.

Weitere Mitglieder der Härtefallkommission werden durch die Kirchen, die Flüchtlingsorganisationen und -beratungsstellen sowie die Träger der freien Wohlfahrtsverbände entsandt. Seit 2005 wurde nach Angaben des Innenministeriums die Härtefallkommission in annähernd 2.000 Verfahren angerufen, um aufenthaltsrechtliche Situationen zu verbessern.

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