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Reservisten der Bundswehr in der Einsatzzentrale des Rhein-Kreises Neuss

Männer in Uniform sitzen an großem Tisch

Sicherheit |

Als sich im vergangenen Jahr das schwere Unglück auf der Kraftwerksbausstelle in Grevenbroich-Neurath ereignete, kam in der Einsatzzentrale im Tiefkeller des Kreishochhauses in Grevenbroich der Krisenstab des Rhein-Kreises Neuss zusammen und koordinierte von dort aus die Rettungsmaßnahmen. Ein Bild von der Einsatzzentrale und ihrer modernen technischen Ausstattung konnten sich jetzt elf Reservisten vom Kreisverbindungskommando der Bundeswehr machen. "Kontakt zwischen dem für die Katastrophenabwehr zuständigen Stab des Landrats und der Bundeswehr wird nicht erst im Notfall hergestellt. Vielmehr dient das Kreisverbindungskommando permanent als Schnittstelle zwischen Bundeswehr und zivilen Einsatzkräften", erläutert Hans-Joachim Klein, Leiter des Kreisordnungsamts, der den Reservisten in der Einsatzzentrale Einblick in die Krisenabwehrplanung des Rhein-Kreises Neuss gab.

Im zivilen Krisenstab des Rhein-Kreises Neuss hat das Kreisverbindungskommando unter Leitung von Oberstleutnant d.R. Klaus W. Stephan vom Landeskommando Nordrhein-Westfalen beratende und unterstützende Funktion. Insgesamt zwölf Reservisten mit Spezialkenntnissen stehen Stephan für diese Stabsarbeit zur Verfügung. "Über die Beratungsfunktion hinaus kann die Bundeswehr im Rahmen der zivil-militärischen Zusammenarbeit auch ihre Spezialfähigkeiten zur Verfügung stellen, beispielsweise zur Bewältigung eines Massenanfalls von Verletzten, zur Abwehr von ABC-Kampfmitteln oder durch Bereitstellung von Lufttransportkapazitäten", so Kreisdirektor Hans-Jürgen Petrauschke, der im Ernstfall den Krisenstab des Rhein-Kreises Neuss leitet. "Die Bundeswehr hat schon oft ihre Leistungsfähigkeit bei Katastrophenlagen bewiesen. Auch die Kooperation zwischen Katastrophenschutzeinheiten des Rhein-Kreises Neuss und Einheiten der Bundeswehr hat ihre Bewährungsprobe schon beim Elbe-Hochwasser im August 2002 bestanden."

Im Hinblick auf Gefahrenabwehr und Katastrophenschutz ist der Rhein-Kreis Neuss mit dem Rhein als Verkehrsweg, fünf Autobahnen, Eisenbahnknotenpunkten, bedeutenden Chemieanlagen und zwei Flughäfen in der Nachbarschaft ein besonderer Standort. "Daher ist es erklärtes Ziel der Kreispolitik, die Sicherheit für die Bevölkerung ständig zu verbessern", betont Petrauschke. "Allein im vergangenen Jahr wurden rund 8,7 Millionen Euro für den Bereich Katastrophenschutz, Rettungsdienst, Brandschutz und Kreisleitstelle im Kreishaushalt bereitgestellt."

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