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Zahl der Opferschlachtungen zum islamischem Opferfest Kurban nahm weiter zu

Verbraucherschutz |

Millionen Muslime feierten das Opferfest Kurban, das bedeutendste Fest der islamischen Welt, zwischen dem 19. und 21. Dezember des vergangenen Jahres. Im Rhein-Kreis Neuss hatten die Muslime wie in den vergangenen Jahren wieder die Möglichkeit, ihre Opfertiere in fünf Schlachtstätten schlachten zu lassen. Die Schlachtungen zeichneten sich durch einen ruhigen Verlauf aus. Insgesamt wurden 1375 Schafe und 214 Rinder geschlachtet. Gegenüber dem letzten Opferfest im Januar 2007 war ein Anstieg der Schlachtungen zu verzeichnen. Vier Tierärzte und sieben Lebensmittelkontrolleure bzw. amtliche Fachassistenten des Kreisveterinäramtes waren während der Schlachtungen ständig zugegen, um die Einhaltung der fleischhygiene- und tierschutzrechtlichen Bestimmungen zu überwachen und die entsprechenden Untersuchungen durchzuführen. Die Opfertiere müssen einer Schlachttier- und Fleischuntersuchung unterzogen werden und die Betäubung wird in Form der bewährten Elektrokurzzeitbetäubung durchgeführt.

Dr. Gerd Fischer, Leiter des Kreisveterinäramtes, führt den Anstieg der Schlachtungen sowohl darauf zurück, dass die strengen deutschen Regeln bei der Schlachtung von den muslimischen Gemeinden akzeptiert werden als auch auf die guten organisatorischen Schlachtbedingungen in den Schlachtstätten im Rhein-Kreis Neuss.

Verliefen die Festtage in den Schlachtstätten ohne Zwischenfälle, ist es in einer Hobbyhaltung zu einer "Schwarzschlachtung" gekommen. Der Hinweis erfolgte aus der Bevölkerung. Es wurde ermittelt, dass ein Schaf ohne vorherige Betäubung und ohne Schlachttier- und Fleischuntersuchung geschlachtet worden war. Die betroffene Familie zeigte sich einsichtig und versicherte, zukünftig für Schlachtungen nur noch die bekannten Schlachtstätten in Anspruch zu nehmen. Da es sich um eine Ordnungswidrigkeit und einen Straftatbestand handelt, wurde der Fall an die Staatsanwaltschaft Mönchengladbach abgegeben. Bei Verstößen gegen das Betäubungsgebot und die Untersuchungsverpflichtung muss mit empfindlichen Strafen gerechnet werden.

Fischer hofft, dass sich dieser Einzelfall nicht wiederholt: "Der Rhein-Kreis Neuss verfügt über eine ausreichende Zahl von Schlachtstätten, die einen reibungslosen und schnellen Ablauf der Opferschlachtungen gewährleisten. Jeder hat die Möglichkeit, auf legalem Wege ein Opfertier schlachten zu lassen."

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