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Eine neue variable Beschilderung leitet durch den Park von Schloss Dyck

Schloss Dyck

Freizeit |

Schon vor der Kasse am Eingangsbereich ist es unübersehbar, das neue Leitsystem, das die Besucher durch die Schlosshöfe und den Park führt. Eine große Infotafel gibt einen Überblick über die vier Bereiche, die Schloss Dyck ausmachen: Das Schloss, den Landschaftsgarten, die neuen Gärten und das Dycker Feld. Plakatstelen weisen zusätzlich auf aktuelle Veranstaltungen hin.

Sechs Infostelen leiten den Besucher durch die Schlosshöfe hoch zum Schloss und berichten über die Funktion der einzelnen Gebäudeteile.

 Umfangreich ist auch das variable Beschilderungssystem im Park: Es erzählt von Tieren mit 100 Augen, die sich abends zum Schlafen in die Kronen der hohen Bäume am Schlossweiher schwingen und von einem Baumfenster, das die Landschaft wie ein Gemälde erscheinen lässt. Und von den Blüten des Taschentuchbaums, die aussehen wie ein Schwarm weißer Tauben. 1902 kamen die ersten Samen aus China nach England und 1911 schon wurde der Taschentuchbaum in Dyck gepflanzt. Das alles verraten die anregend und informativ gestalteten Infotafeln des neuen Beschilderungssystems. Sie weisen darauf hin, dass sich längs des Spazierwegs plötzlich ein tiefer Graben im Boden auftut. Verblüffte Besucher kommentieren die Konstruktion in der Regel mit einem „Aha!“. Dass der überraschte Ausruf "A-ha" oder "Ha-ha" zu einem allgemeinen Fachterminus in der Landschaftsarchitektur führte, zum Begriff „A-ha-Graben“ nämlich, steht auch auf den neuen Schildern.

Das variable Beschilderungssystem leitet die Besucher auf sorgfältig ausgewählten Routen durch den Park.

13 Infotafeln begleiten sie dabei jeweils auf ihrem Weg und erzählen von botanischen Raritäten oder ondulierten Schönheitslinien. Die Besucher erfahren etwas über die Anlage des Englischen Landschaftsgartens und machen die Bekanntschaft von Fürst Joseph und Thomas Blakie, dem schottischen Landschaftsarchitekten.

Die Texte sind in Spalten und Kästen unterteilt und aufgelockert durch Zitate und Gedichte. Sie bieten auf diese Weise ein kurzweiliges Lesevergnügen. Sie sind zweisprachig, auf deutsch und englisch, geschrieben.

 Über ein Jahr haben die Vorbereitungen in Anspruch genommen. Die Landschaftsarchitektin Stephanie Knoblich sowie Dr. Petra Bracht und Eva Bongartz von der Stiftung Schloss Dyck haben die Federführung übernommen. „Die Routen durch den Park wechseln im Verlauf der Jahreszeiten und können deshalb aktuelle Blühereignisse berücksichtigen. Das macht dieses neue Beschilderungssystem so attraktiv“, erläutert Dr. Petra Bracht. Bis jetzt gibt es eine Frühlings- und eine Sommerroute. Pünktlich zum Sommeranfang wird der Sommerweg installiert. Die Routen lassen sich jeweils auch in Etappen erwandern, so dass die Besucher, insbesondere Familien mit Kindern, ihre individuellen Spaziergänge finden können. Zur falschen Zeit am falschen Ort, das gibt es jetzt nicht mehr im Schlosspark.

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