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Grundwasserverunreinigung mit Cyaniden an der Jülicher Landstraße

Umwelt |

Die Anlieger an der Alten Aachener Straße, Hürtgener Straße,
Saarstraße, Grefrather Weg (Hausnummern 1 bis 47 und 2 –bis60),
Jülicher Landstraße (36 bis 180), Am Keutenhof, der Ridderstraße
(35 bis 40), Langenbachstraße, Tillmannstraße sowie der
Schorlemerstraße (1 bis 19 und 33 bis 41) dürfen auch zukünftig
kein Grundwasser zur privaten Nutzung entnehmen. Das teilt das
Kreisumweltamt mit. Grund hierfür ist die weiterhin bestehende
Belastung des Grundwassers mit Cyaniden. Die Verunreinigung ist auf
die Verfüllung einer ehemaligen Kiesgrube auf dem Gelände der
heutigen Kreispolizeibehörde an der Jülicher Landstraße mit Haus-
und Gewerbemüll, darunter auch cyanidhaltige Schlämme,
zurückzuführen. Die Verunreinigung wurde Ende 1999 bei
Routineuntersuchungen festgestellt. Anschließende Recherchen zum
Schadensausmaß und möglichen Sanierungsverfahren hatten ergeben,
dass nur eine vollständige Auskofferung der Auffüllung verbunden
mit dem Abbruch aller Baulichkeiten eine wirksame Sanierung
bedeuten könnte. Dies würde jedoch Kosten in mehrstelliger
Millionenhöhe verursachen. Aus Gründen der Verhältnismäßigkeit
hatten sich daraufhin die Umwelt- und Gesundheitsbehörden von Land
und Rhein-Kreis Neuss darauf verständigt, eine kontinuierliche und
umfassende Überwachung der Grundwassersituation vorzunehmen und aus
Gründen äußerster Vorsorge die private Entnahme von Grundwasser zu
untersagen. Die Messungen aus 2006 und Frühjahr 2007 haben nur
unwesentliche Veränderungen der Grundwasserbelastung ergeben, so
dass die Kontrollen fortgesetzt werden müssen.

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