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Kreiskrankenhaus Grevenbroich erhält NeuroCentrum

Gesundheit |

Die Betriebsleitung des St. Elisabeth Krankenhauses in Grevenbroich kann sich über eine bedeutende Erweiterung des medizinischen Leistungsspektrums freuen. Krankenhausdirektor Hubert Retzsch konnte dem zuständigen Krankenhausausschuss des Rhein-Kreises Neuss mitteilen, dass es gelungen ist, das Gebäude der ehemaligen Krankenpflegeschule an vier Fachärzte für Neurologie, Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde zu vermieten. Bis Mitte Juli diesen Jahres wird das Gebäude modernisiert, damit den Patienten des zukünftigen NeuroCentrums am Kreiskrankenhaus zur Eröffnung auf einer Fläche von 500 Quadratmetern ein topaktuelles Ambiente geboten werden kann.

Dr. med. Bernd Wendtland erklärte, dass er gemeinsam mit seinen Kollegen Dr. med. Uwe Meier, Dr. med. Monika Körwer und Eckehard Drees zukünftig am Krankenhaus neben den oben genannten Fachrichtungen weitere Leistungen in den Bereichen spezielle Schmerztherapie, Rehabilitationswesen, medizinische Begutachtung, Akupunktur und Verkehrsmedizin anbieten wird. Darüber hinaus sind die Ärzte des NeuroCentrums auch Vertragspartner von Krankenkassen bei einer Reihe so genannter integrierter Versorgungsverträge für Multiple Sklerose, Parkinsonkrankheit und Kopfschmerzen, wie Dr. Uwe Meier betont, der neben seiner Praxistätigkeit auch Vorsitzender des Berufsverbandes Deutscher Neurologen ist.

Der Ärztliche Direktor des Kreiskrankenhauses Dr. med. Friedrich Wilhelm Korsten sieht die Anbindung der Fachärzte ebenfalls sehr positiv. Insbesondere für die konsiliarische Mitbehandlung der stationären Krankenhauspatienten, die bereits seit vielen Jahren kooperativ mit den Ärzten des NeuroCentrums praktiziert wird, verspricht er sich zur Optimierung der Behandlungsabläufe einen weiter intensivierten Gedankenaustausch. Für Dr. Christian Will, der das Projekt in seiner Funktion als Vorsitzender des Krankenhausauschusses des Rhein-Kreises Neuss unterstützt hat, ist dem Kreiskrankenhaus St. Elisabeth mit der Gewinnung des NeuroCentrums ein weiterer Meilenstein auf dem Weg Richtung Gesundheitszentrum gelungen. Will betonte, dass die Gesundheitsgesetzgebung auf Bundes- und Landesebene die Vernetzung von ambulanten und stationären Leistungserbringern einfordert. Diesen Trend habe man auf örtlicher Ebene bereits 1999 mit der Ansiedlung der Pathologischen Gemeinschaftspraxis am Krankenhaus Grevenbroich erkannt. Seit April 2004 praktiziert zudem der Notfalldienst der niedergelassenen Ärzte in Räumlichkeiten auf dem Krankenhausgelände und im Rahmen seiner letzten Sitzung hat der Krankenhausausschuss eine Kooperation im Bereich Radiologie und Nuklearmedizin auf den Weg gebracht. Will sieht das Ende des Weges damit jedoch noch längst nicht erreicht. Er kann sich vorstellen, dass in absehbarer Zukunft noch eine Vielzahl weiterer niedergelassener Fachärzte mit dem Grevenbroicher Krankenhaus kooperiert. Fast zeitgleich mit dem Start der Gesundheitsreform ist durch die räumliche Anbindung von Krankenhaus und NeuroCentrums ab Juli 2007 der Grundstein für eine Vielzahl möglicher Kooperations- und Vertragsgemeinschaften gelegt, wie sie das aktuelle Gesetz vorsieht.

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