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ARGE im Rhein-Kreis Neuss: Jahresbericht 2006 ist Erfolgsbilanz

Soziales |

Die am 1. Juli 2005 vom Rhein-Kreis Neuss und der Agentur für Arbeit Mönchengladbach gegründete Arbeitsgemeinschaft zur Umsetzung der Hartz IV-Reform (ARGE) betreut kreisweit rund 30.000 Leistungsempfänger – und das mit beachtlichem Erfolg. Im vergangenen Jahr konnte sie insgesamt rund 3.500 Integrationen in den 1. Arbeitsmarkt verzeichnen und liegt damit über den eigenen Zielvorgaben. Dies geht aus dem Jahresbericht der ARGE für 2006 hervor, den Landrat Dieter Patt, Johannes-Wilhelm Schmitz, Vorsitzendes Mitglied der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Mönchengladbach, Kreissozialdezernent Stefan Stelten und Arge-Geschäftsführerin Wendeline Gilles gemeinsam im Kreishaus Neuss vorstellten. Wie Gilles erläuterte, "lag die Zahl der Menschen, deren Hilfebedürftigkeit beendet werden konnte, mit ca. 11.000 weit höher als erwartet." Landrat Dieter Patt betonte, dass die ARGE sich in kurzer Zeit aufgestellt und schnell zu einem wichtigen Akteur der Sozial- und Beschäftigungspolitik im Rhein-Kreis Neuss entwickelt habe: "Die Erfolge im ersten vollständigen Geschäftsjahr sind erfreulich und verschaffen der ARGE eine gute Position für die neuen Herausforderungen des Jahres 2007." So dankte Patt den kreisangehörigen Städten und Gemeinden und der Arbeitsagentur für die gute Zusammenarbeit ebenso wie den 266 engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der ARGE. Die ARGE Rhein-Kreis Neuss sei bürgernah an zehn Standorten im Kreisgebiet vertreten und habe ihre Leistungsfähigkeit unter Beweis gestellt, erklärte auch Arbeitsagentur-Chef Schmitz. Nach aktuellen Untersuchungen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) ist die ARGE Rhein-Kreis Neuss wegen ihrer guten Bilanz in eine höhere Liga aufgestiegen. "Unsere ARGE", so Patt, "wird deshalb künftig mit strukturstarken Regionen wie Baden-Württemberg und Südhessen verglichen. In Nordrhein-Westfalen teilt sich der Rhein-Kreis Neuss diese Einstufung allein mit dem Kreis Gütersloh. Dies weckt natürlich hohe Erwartungen. Ich wünsche uns und der ARGE bei dieser wichtigen Aufgabe weiterhin viel Erfolg." Die Summe der Leistungen zum Lebensunterhalt und für Unterkunftskosten (ohne Sozialversicherungsleistungen) lag 2006 bei 135 Millionen Euro; für die vielfältigen Eingliederungsleistungen wurden 11,8 Millionen Euro eingesetzt. Die Zahl der Bedarfsgemeinschaften lag am Jahresende bei 14.510. "Trotz leicht sinkender Tendenz kann hier aber noch von keiner spürbaren Trendwende gesprochen werden", erläuterte Dezernent Stelten für den Rhein-Kreis Neuss. "Der Aufwand durch Hartz IV lag 2006 bei 67,3 Millionen Euro, für 2007 sind 67,25 Millionen Euro im Kreisetat veranschlagt."

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