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Delegation des Pekinger Wasseramtes besuchte Kreiswerke

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Eine neunzehnköpfige Delegation des Pekinger Wasseramtes traf sich
im Rahmen einer europaweiten wasserwirtschaftlichen
Informationsreise mit Vertretern der Kreiswerke. Die Themen
reichten von modernen Verfahren der Trinkwasseraufbereitung über
Gewässerschutz bis hin zu den rechtlichen Rahmenbedingungen der
Wasserversorgung in Deutschland. Das Pekinger Wasseramt unter der
Leitung von Yang Jingliang verantwortet die Trinkwasserver- und
Abwasserentsorgung für mehr als zwanzig Millionen Menschen im
Bereich der chinesischen Hauptstadt. "Eine riesige Herausforderung
für die chinesischen Kollegen", so Klaus Steiner, Geschäftsführer
der Kreiswerke. "Während im Bereich des Wasserwerkes
Büttgen-Driesch das Wasser aus einer Tiefe von 30 Metern gefördert
wird, muß in Peking aus über 300 Metern Tiefe gepumpt werden.
Aufgrund der nachlassenden Niederschläge ist die Bildung des
Grundwassers stark rückläufig. Hinzu kommen erhebliche Probleme im
Bereich der Wasserqualität aufgrund der hohen Umweltverschmutzung."
Nach Angaben von Yang Jingliang ist man sich in China bewusst dass
ein weiterer Ausbau der wirtschaftlichen Produktivität langfristig
nur gemeinsam mit der Umwelt gelingen kann. Aus diesem Grunde
gewinnt das Thema Gewässerschutz in Peking zunehmend Bedeutung.
Aufgrund der zunehmenden Ausdehnung der Hauptstadt müssen
außerörtliche Wassergewinnungsgebiete erschlossen werden. Damit
sind jedoch Konflikte mit der Landwirtschaft aufgrund des Einsatzes
stickstoffhaltiger Düngemittel vorgezeichnet. Die Kreiswerke können
hierbei auf jahrelange Erfahrungen über das Miteinander von Land-
und Wasserwirtschaft verweisen: Durch landwirtschaftliche
Kooperationsgemeinschaften wird ein Ausgleich der Interessen im
Hinblick auf eine nachhaltige Ressourcenbewirtschaftung
sichergestellt. Die chinesische Delegation zeigte sich beeindruckt
von den technischen Anlagen der Kreiswerke, die zu den zwanzig
größten Wasserversorgungsunternehmen in Nordrhein-Westfalen
gehören. Möglicherweise hat der Besuch der Pekinger
Wasserwirtschaftler den Grundstein für eine weitergehende
Kooperation zwischen dem Unternehmen des Rhein-Kreises Neuss und
dem chinesischen Wasserwirtschaftsamt gelegt. "Eine erste Einladung
nach Peking haben wir bereits erhalten", so Klaus Steiner. "Wenn es
uns gelingt dazu beizutragen, in China das Verständnis für
nachhaltige Technologien im Bereich der Trinkwasserversorgung zu
wecken, werden letztendlich alle Seiten hiervon profitieren."

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