Stapel regionaler Zeitungen

Sie befinden Sich hier:

Inhalt

Lebensrettung durch Handy-Ortung

Portraitfoto

Thomas Dilbens, Leiter der Kreisleitstelle

Sicherheit |

Sein Leben verdankt ein verunglückter Mann vermutlich der Tatsache, dass die Leitstelle für Feuerschutz und Rettungsdienst des Rhein-Kreises Neuss (Kreisleitstelle) über eine spezielle Ortungstechnik verfügt, mit der Verunglückte über Handy lokalisiert werden können. In der Nacht vom 25. auf den 26. November stürzte ein Mann im Deichvorland des Neusser Yachthafens schwer und blieb bewegungsunfähig liegen. Bei regnerischem Wetter und Temperaturen um 5 Grad Celsius drohte zusätzlich zu seinen Verletzungen eine lebensbedrohliche Unterkühlung. "Da der Verletzte bei seinem Notruf über die 112 wegen fehlender Ortskenntnisse nicht angeben konnte, wo er sich befand, wurde durch die Kreisleitstelle mit seiner Zustimmung eine Handyortung durchgeführt. Die in den Einsatz eingebundenen Polizeikräfte konnten den Verletzten dann bereits nach kurzer Zeit bergen und an die Rettungskräfte übergeben", sagte Thomas Dilbens, Leiter der Kreisleitstelle.

"Die Hälfte aller Notrufe geht heute über Handy ein, und bei ortsunkundigen Anrufern war es bisher zeitintensiv, den genauen Einsatzort zu lokalisieren. Die in unserer Kreisleitstelle seit Januar mit Unterstützung der Björn-Steiger-Stiftung eingesetzte Handy-Ortungstechnik kann, wie dieses Beispiel zeigt, tatsächlich Leben retten", ergänzte Kreisdirektor Hans-Jürgen Petrauschke. Die Leitstelle des Rhein-Kreises Neuss gehört zu den ersten Leitstellen in Deutschland, die diese technische Neuerung zur Rettung der Verunglückten nutzen.

Die für rund 450.000 Einwohner zuständige integrierte Leitstelle für Feuerschutz, Rettungsdienst und Katastrophenschutz des Rhein-Kreises Neuss lenkt und führt kreisweit den Rettungsdienst, alarmiert und unterstützt die acht Freiwilligen Feuerwehren im Kreisgebiet. Mehr als 140.000 Notrufe gehen jedes Jahr über die 112 in der Kreisleitstelle ein, die der Rhein-Kreis Neuss derzeit mit Investitionen in Höhe von über drei Millionen erweitert und modernisiert. Für jeden Notruf werden dort innerhalb von 30 Sekunden die richtigen Rettungsmittel alarmiert.

Wichtiger Hinweis: Sie sehen eine Archivseite. Diese Informationen geben den Stand des Veröffentlichungstages wieder () und sind möglicherweise nicht mehr aktuell.