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Verkehrshelfer unverzichtbar für die Sicherheit der Schulkinder

Straßenverkehr |

1953 wurde er in Deutschland zum ersten Mal eingeführt: der
Schülerlotsendienst. Vieles hat sich im Laufe der Zeit geändert:
Das Verkehrsaufkommen, die Ausrüstung und selbst die Bezeichnung
"Schülerlotse" wurde durch "Verkehrshelfer" ersetzt. Die Ziele aber
sind die gleichen wie vor gut 50 Jahren. Die wichtigste Aufgabe
ist, jüngere und unerfahrene Mitschüler über die Straße zu leiten
und ihren Schulweg an gefährlichen Stellen zu sichern. Viele ältere
Schüler und Eltern im Rhein-Kreis Neuss setzen sich deshalb
ehrenamtlich als Verkehrshelfer für andere ein.



Und das mit großem Erfolg. Im Rhein-Kreis Neuss hat es an von
Verkehrshelfern gesicherten Übergängen keinen schweren oder
tödlichen Unfall in den vergangenen Jahren gegeben. Ein gutes
Beispiel ist hierfür auch die Grundschule Grefrath, die seit vielen
Jahren rund 25 "Elternlotsen" einsetzt. "Durch den mutigen Einsatz
eines Elternlotsen wurde sogar ein Verkehrsunfall in letzter
Sekunde verhindert und das Kind vor dem vorbeirauschenden PKW von
der Straße weggezogen", berichtet Schulleiterin Edith Hofmüller.
Jedes Jahr müsse aber auch Überzeugungsarbeit geleistet werden, um
genügend Elternlotsen zu finden. " Bis jetzt hat dies aber noch in
jedem Jahr geklappt", freut sich Hofmüller.



Auch Kreisdirektor Hans-Jürgen Petrauschke und Ehefrau Andrea gehen
mit gutem Beispiel voran und übernehmen regelmäßig mit anderen
Eltern und Schülern den Verkehrshelferdienst an der
Erich-Kästner-Schule in Grevenbroich. "Gerade das Engagement von
älteren Schülern ist hier positiv hervorzuheben, weil ihr
ehrenamtliches Engagement sich häufig auch in den späteren Jahren
fortsetzt. Wir wollen aber auch viele Eltern ermutigen, den
Verkehrshelferdienst zu übernehmen, weil dies auch eine
Vorbildfunktion für die Kinder hat", sagt Petrauschke.



Die Organisation des Verkehrshelferdienstes an den Schulen
koordiniert regelmäßig die Schulleitung. Unterstützt werden die
Verkehrshelfer von der örtlichen Kreispolizeidienststelle, der
Straßenverkehrsbehörde und der Kreisverkehrswacht. Interessierte
Eltern und ältere Schüler sollten sich daher mit der jeweiligen
Schulleitung in Verbindung setzen.

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