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Hühnertrockenkot war Hauptursache der Fliegenplage in Allrath

Umwelt |

Nachdem es in Grevenbroich-Allrath während der beiden letzten Sommer zu regelrechten Fliegenplagen gekommen war, hat die Kreisverwaltung in Zusammenarbeit mit dem Parasitologen Prof. Dr. Heinz Mehlhorn von der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf intensiv nach Ursachen für das massenhafte Auftreten der Insekten geforscht. Jetzt liegen die Ergebnisse der umfangreichen Untersuchungen vor.

Hauptquelle des Massenbefalls ist danach Hühnertrockenkot aus den Niederlanden, der mit Fliegeneiern und -larven durchsetzt war und zur Düngung verwendet wurde. Begünstigt wurde die Verbreitung der Fliegen durch Windstau und hohe Luftfeuchtigkeit am Fuße der Vollrather Höhe. Der Rhein-Kreis Neuss und die Stadt Grevenbroich haben das Umweltministerium NRW und das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz über die Untersuchungsergebnisse informiert und um Erörterung mit den niederländischen Behörden gebeten. Das Umweltministerium soll sicherstellen, dass verunreinigter Hühnertrockenkot künftig nicht mehr exportiert wird.

In Zukunft soll in der Nähe der Häuser in Allrath gar nicht mehr mit Hühnertrockenkot gedüngt werden. Darauf verständigten sich Vertreter der Landwirtschaft, der Stadt Grevenbroich und des Rhein-Kreises Neuss, die unter Moderation von Kreisumweltdezernent Karsten Mankowsky im Kreishaus Grevenbroich tagten.

"Wir sind zuversichtlich, das Problem in Zusammenarbeit mit den Landwirten zu lösen", so Mankowsky. "In den nächsten Wochen sollen Gespräche mit den Bewirtschaftern der Felder am Ortsrand von Allrath und mit den Importeuren des Düngers geführt werden. Ziel ist ein Verzicht auf Verwendung von Hühnertrockenkot. Eine weitere Beeinträchtigung der Anwohner ist unbedingt zu vermeiden."

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