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Rhein-Kreis Neuss investiert über 3 Millionen Euro in mehr Sicherheit

Vor der Baustelle zur Erweiterung der Kreisleitstelle

Sicherheit |

Bei einem Ortstermin in der Leitstelle des Rhein-Kreises Neuss betonte Kreisdirektor Hans-Jürgen Petrauschke jetzt noch einmal, wie wichtig das reibungslose Ineinandergreifen der Einsatzkräfte im Krisenfall ist. Dabei spielt die Leitstelle eine zentrale Rolle. So investiert der Rhein-Kreis Neuss insgesamt über drei Millionen Euro in die bauliche Erweiterung der Leitstelle und in die Modernisierung der Leitstellentechnik.

Auf der Baustelle am Hammfelddamm in Neuss informierte der Kreisdirektor gemeinsam mit Ursel Meis, Vorsitzende des Ausschusses für Rettungswesen, Feuer- und Katastrophenschutz des Rhein-Kreises Neuss, Angelika Quiring-Perl, stellvertretende Bürgermeisterin der Stadt Neuss, und Stefan Pfitzer, Beigeordneter der Stadt Neuss, über das aktuelle Modernisierungsprojekt. Petrauschke: "Hier wird in die Zukunft investiert - in die Optimierung der Gefahrenabwehr."

Die für rund 450.000 Einwohner zuständige integrierte Leitstelle für Feuerschutz, Rettungsdienst und Katastrophenschutz des Rhein-Kreises Neuss lenkt und führt kreisweit den Rettungsdienst, alarmiert und unterstützt die acht Freiwilligen Feuerwehren im Kreisgebiet und dient dem Landrat bei Katastrophen als Führungsinstrument. Der Ausschuss für Rettungswesen, Feuer- und Katastrophenschutz des Rhein-Kreises Neuss hatte dem Kreistag empfohlen, neben der technischen Erneuerung auch eine räumliche Erweiterung der Kreisleitstelle vorzunehmen. Dieser Empfehlung sind Kreistag und Neusser Stadtrat gefolgt, so dass die Stadt Neuss als Bauherrin die notwendigen Arbeiten zur Aufstockung eines Flügels ihrer Feuerwache, in der die Leitstelle untergebracht ist, in Auftrag geben konnte. Ihren Betrieb wird die neue Kreisleitstelle voraussichtlich im Januar 2009 aufnehmen.

Statt der bisher vier Disponentenplätze sollen künftig auf einer Fläche von 540 Quadratmetern acht Einsatzplätze plus vier weitere Arbeitsplätze bei hohem Einsatzaufkommen zur Verfügung stehen. Zusätzlich werden durch den Neubau die bisher im gesamten Gebäude der Feuerwache Neuss verteilten Technik-, Büro- und Sozialräume der Kreisleitstelle auf einer Ebene zusammengefasst. Mit der räumlichen Umgestaltung, so Ursel Meis, werde auch eine Arbeitserleichterung für den schweren und verantwortungsvollen Dienst in der Leitstelle erreicht. Die frei werdenden Räumlichkeiten können künftig wieder von der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Neuss genutzt werden.

Die Kosten für die räumliche Erweiterung der Leitstelle betragen nach den aktuellen Planungen zirka 1,9 Millionen Euro. Davon trägt der Rhein-Kreis Neuss rund 1,8 Millionen. Der Rhein-Kreis Neuss wird diesen Betrag im Rahmen eines langjährigen Mietvertrages mit der Stadt Neuss refinanzieren. Bei der technischen Modernisierung werden der Einsatzleitrechner, die Telekommunikationstechnik, die Funktechnik und die Alarmierungstechnik auf den neusten Stand gebracht. Hierfür hat der Kreistag 1,275 Millionen Euro zur Verfügung gestellt.

In der Kreisleitstelle werden jährlich ber 60.000 Einsätze der Rettungskräfte geführt. Über 2.500 Angehörige der Freiwilligen Feuerwehren, des Deutschen Roten Kreuzes, der Johanniter-Unfall-Hilfe, des Malteser Hilfsdienstes, des Technischen Hilfswerkes, der DLRG, der Wasserwacht und des Krisenstabes des Rhein-Kreises Neuss sind von der Kreisleitstelle zurzeit auf digitalem Wege alarmierbar. Über Funk werden 466 Fahrzeuge der Feuerwehren und des Rettungsdienstes zu ihren Einsätzen geführt. Im kommenden Jahr soll im Regierungsbezirk Düsseldorf auch für die Feuerwehren und den Rettungsdienst der Digitalfunk eingeführt werden.

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