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Journalistenpreis "Pro Ehrenamt" verliehen

Der Rhein-Kreis Neuss verlieh am Montag seinen Journalistenpreis auf Schloss Dyck

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"Der Journalistenpreis Pro Ehrenamt verbindet die Förderung und Auszeichnung herausragender journalistischen Leistungen mit der Schaffung von Publizität für das Ehrenamt. Dieses Ziel ist in besonderen Maße, so scheint mir, im diesjährigen Wettbewerb erreicht worden." Das sagte Landrat und Schirmherr Dieter Patt am Montag bei der feierlichen Verleihung des Journalistenpreises "Pro Ehrenamt" im historischen Festsaal des barocken Wasserschlosses Dyck in Jüchen. Die Festrede hielt der Regierungssprecher und Staatssekretär für Medien des Landes Nordrhein-Westfalen Andreas Krautscheid.

Bei der vierten Ausschreibung des Journalistenpreises des mit insgesamt 16.500 Euro dotierten Journalistenpreises des Rhein-Kreises Neuss wurden bundesweit 144 Wettbewerbsbeiträge aus den Bereichen Print, Hörfunk und Fernsehen eingereicht.

Der mit 5.000 Euro ausgestattete Hermann Wilhelm Thywissen-Preis erhielt der 34jährige GEO-Redakteur Jens Schröder für seinen Artikel "Der Aufstieg des Guten". Der 28-Seiten starke Beitrag beeindruckte die Jury durch seine journalistische Qualität, der fundierten Recherche und den zahlreichen Hintergrundinformationen zum Thema freiwilliges Engagement, befand Laudator Dr. jur. Joachim Sobotta, Ex-Chefredakteur der Rheinischen Post. Schröders vielschichtige Beobachtung und fundierte Analyse zeigt: Es gibt wieder einen Trend zu mehr Gemeinsinn und freiwilliges Engagement in der Gesellschaft, wenn natürlich auch in einem gewandelten, dem Zeitgeist entsprechenden neuen "Outfit", heißt es in der Jurybegründung.

Den mit 3.500 Euro dotierten zweiten Preis erhielten Redaktionsleiterin Barbara Dickmann und Bruni Reitzenstein von der ZDF-Redaktion "ML Mona Lisa". In einer Magazinserie unter dem Titel "Deutschland hilft" wurden Menschen und Initiativen exemplarisch vorgestellt, die sich freiwillig und ehrenamtlich um Mitbürger kümmern. Der Redaktion sei es mit dieser Serie nicht nur gelungen, den stillen Helden des Alltags einen Platz in der Fernsehöffentlichkeit zu geben, sondern auch anderen Menschen Mut zu machen, sich ebenfalls zu engagieren. "Das ZDF-Magazin 'Mona Lisa' hat sie uns alle nahe gebracht und hat mit dem Format 'Deutschland hilft' ein Zeichen gesetzt", sagte Laudator Thomas Nell vom WDR.

Albrecht Prinz von Croÿ wurde mit dem dritten Preis und 3.000 Euro für seinen Artikel "Unternehmen als aktive Mitbürger", der im Handelsblatt erschienen ist, ausgezeichnet. Prinz von Croÿ wirft einen kritischen Blick auf den traditionellen Rechtsstaat mit seinen umfassenden sozialen Sicherungssystem und Versorgungsmentalität, die viel privates und unternehmerisches Engagement verhindere. Mit seinem Beitrag stößt Prinz von Croÿ eine wichtige Diskussion über die Rolle von Wirtschaftsunternehmen und deren Beitrag zu einer prosperierenden Bürgergesellschaft. "Die Lektüre dieses faszinierenden Aufsatzes sei daher allen Unternehmern in Deutschland ans Herz gelegt, damit er viele zum Handeln in der Zivilgesellschaft anstiftet", hob Professor Dr. Hans Süßmuth, Medienwissenschaftler, in seiner Laudatio hervor.

Der mit 3.000 Euro dotierte Nachwuchspreis für Volontäre wurde in diesem Jahr geteilt. Für herausragende Leistungen wurden Viktor Funk von der Frankfurter Rundschau für seinen Artikel "Wir nennen Sie Sternenkinder" und Anne Klesse im Hamburger Abendblatt für ihren Beitrag "Er leiste Erste Hilfe für die Seele" ausgezeichnet. Laudator Wolfram Kons, RTL, bescheinigte beiden Volontären, die Chance herausragend genutzt zu haben, dass Thema Ehrenamt facettenreich, lesernah und emotional in die Öffentlichkeit transportiert zu haben.

Der Beitrag "Wie Bärbel Kruse mittenmang dabei ist" von Hildegard Filz, erschienen in den Schleswiger Nachrichten, erhielt den Sonderpreis der Jury (2.000 Euro). Die Autorin schildert in der kleinen trefflich und amüsant geschilderten Geschichte, wie Menschen mit Behinderung im Freiwilligen Zentrum "Mittenmang" in Schleswig geholfen wird. Der Unterschied zu anderen Freiwilligen Zentren: Menschen, die selbst beeinträchtigt sind können sich um Behinderte kümmern. Menschen mit Behinderungen sollen mittendrin sein, statt am Rande der Gesellschaft, heißt es trefflich. "Die Preisträgerin transportiert mit Originaltönen und mit einer liebevollen Beschreibung der Protagonistin jenes 'Feeling', das im Lokaljournalismus eine besondere Rolle spielt", sagte Martin Kunze, stellvertretender Programmdirektor Radio NRW, in seiner Laudatio.

Der unabhängigen Fachjury im Journalistenpreis "Pro Ehrenamt" gehören an: Wolfram Kons, TV-Moderator RTL; Alfons Kranz, Journalist und vormals Verlagsleiter der Neuß-Grevenbroicher Zeitung; Thomas Nell, Leiter Programmgruppe Wirtschaft und Recht beim WDR; Elke Schneiderbanger, Programmdirektorin Radio NRW; Martin Kunze, stellvertretender Programmdirektor Radio NRW; Dr. Volker Schulze, freier Publizist und vormals Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Deutscher Zeitungsverleger; Dr. jur. Joachim Sobotta, Ex-Chefredakteur der Rheinischen Post; Prof. Dr. Hans Süßmuth, Universitätsprofessor Heinrich Heine-Universität Düsseldorf, Historiker, Medienwissenschaftler.

Der Journalistenpreis "Pro Ehrenamt" des Rhein-Kreises Neuss wird alle zwei Jahre vergeben.

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