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Rechtzeitig vorsorgen mit Vollmacht, Betreuungs- und Patientenverfügung

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Ob durch Unfall oder Krankheit – jeder kann in die Situation
kommen, nicht mehr für sich selbst entscheiden zu können. Auch
Ehepartner oder Kinder können dann nur mit Vollmacht für den
Betroffenen handeln, zum Beispiel finanzielle Angelegenheiten
regeln oder über medizinische Maßnahmen entscheiden. Eine
Vorsorgevollmacht berechtigt eine Vertrauensperson zur rechtlichen
Vertretung in festgelegtem Umfang und kann individuell gestaltet
werden. Dadurch kann vermieden werden, dass eine so genannte
"rechtliche Betreuung" durch das Amtsgericht eingerichtet werden
muss. Falls eine rechtliche Betreuung notwendig wird, hat das
Amtsgericht denjenigen zu berücksichtigen, den der Betroffene mit
einer Betreuungsverfügung zur Wahrnehmung seiner Interessen
ermächtigt hat. In einer Patientenverfügung wird über Art und
Umfang medizinischer Behandlung für den Fall entschieden, dass der
Patient sich nicht mehr selbst äußern kann. Wer Rat zum Thema
Betreuung oder Vorsorgeregelungen sucht oder sich für ehrenamtliche
Mitarbeit interessiert, kann sich bei der Betreuungsstelle des
Rhein-Kreises Neuss, Am Kirsmichhof 2 in Korschenbroich, Telefon
02161/610-45150 informieren.

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