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Großes Interesse am Thema "Energie aus Biomasse"

Umwelt |

Zahlreiche Landwirte aus dem Rhein-Kreis Neuss und insgesamt mehr als 150 Teilnehmer aus dem gesamten Bundesgebiet haben die Fachtagung zum Thema "Biomasse als Energielieferant" im Kreiskulturzentrum Sinsteden besucht, die der Rhein-Kreis Neuss in Zusammenarbeit mit der Energieagentur NRW veranstaltet hat. "Unsere leistungsstarke Landwirtschaft ist für den Rhein-Kreis Neuss ein erheblicher Standortvorteil. Und Kompetenz in Sachen Energie ist bei uns zu Hause. Als Energiestandort gemeinsam mit der Landwirtschaft neue Wege zu gehen ist Chance und Herausforderung," so Landrat Dieter Patt, der die Fachtagung im Rahmen der Landwirtschaftskonferenzen des Rhein-Kreises Neuss eröffnet hat.

Im Rhein-Kreis Neuss bewirtschaften rund 700 landwirtschaftliche Betriebe 35.000 Hektar Ackerland und damit 60 Prozent des Kreisgebiets. "Wir wollen dazu beitragen, unseren heimischen Landwirten maßgeschneiderte und Erfolg versprechende Perspektiven für die Zukunft aufzuzeigen", betonte der Landrat. "Die Wirtschaftlichkeit des Anbaus nachwachsender Rohstoffe für die Energiegewinnung ist daher ein Schwerpunkt der Fachtagung." So standen Vorträge zu Themen wie "Heizen mit Biomasse", "Nutzung von Biodiesel in der Landwirtschaft" und "Wettbewerbsfähigkeit des Anbaus von nachwachsenden Rohstoffen in der Region" auf dem Programm der Veranstaltung. "Die Biomasse bietet eine große Chance für die Landwirtschaft, die wir nutzen sollten", stellte Wolfgang Wappenschmidt, Vorsitzender der Kreisbauernschaft Neuss-Mönchengladbach, in seinem Schlusswort zur Fachtagung fest.

Im Rhein-Kreis Neuss werden bereits drei Biogasanlagen betrieben und ergänzen das Angebot an erneuerbaren Energien, das durch die Photovoltaikanlage am Neurather See in Grevenbroich und durch Windkraftanlagen bereitgestellt wird. Erst vor kurzem hatte die RWE Power AG seine erste Biogasanlage im rheinischen Revier am Standort Grevenbroich-Neurath in Betrieb genommen. Die Pilotanlage wird mit täglich rund 38 Tonnen nachwachsender Rohstoffe wie Maissilage betrieben und kann Strom für 1.600 Haushalte erzeugen. Im Anschluss an die Fachtagung im Kreiskulturzentrum hatten die Teilnehmer Gelegenheit zur Besichtigung der neuen Biogasanlage.

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