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Rund 500 Menschen erfolgreich durch Massen-Impfung geschleust

Viele Personen in Schulaula

Probanden vor den "Impfstraßen" im Berufsbildungszentrum Hammfeld.

Gesundheit |

Der Rhein-Kreis Neuss hat frühzeitig den nationalen Influenza-Pandemieplan auf die kommunale Ebene übertragen und sich auf eventuelle epidemische Krisenfälle vorbereitet. So hat das Kreisgesundheitsamt landesweit als erste Institution des öffentlichen Gesundheitswesens im Rahmen einer Großübung eine praxisnahe Erprobung des Pandemieplans durchgeführt. "Mit rund 500 Probanden und mehr als 100 Einsatzkräften und Helfern ist die Übung besser, schneller und reibungsloser verlaufen als erwartet", zog Kreisdirektor Hans-Jürgen Petrauschke im Anschluss eine erste positive Bilanz.

Das Szenario für die Übung auf dem Gelände des Kreis-Berufsbildungszentrum Hammfeld in Neuss war, dass aufgrund der schnellen weltweiten Verbreitung einer besonders aggressiven Variante der Influenza (z.B. verursacht durch ein humanpathogenes Vogelgrippevirus) zunächst Fachkräften und weiteren für die Aufrechterhaltung der öffentlichen Versorgung wichtigen Personen schnell eine spezielle Grippeschutzimpfung angeboten werden muss. Die Probanden, so genannte First Responder (Mitarbeiter aus Ver- und Entsorgungsbetrieben, Krankenhäusern, Altenheimen, Feuerwehr-, Rettungshilfs- und Polizeikräfte etc.) wurden durch "Impfstraßen" geleitet. Da noch kein aktueller Grippeimpfstoff zur Verfügung steht, wurde ersatzweise eine Impfung gegen Diphtherie und Tetanus durchgeführt.

Mit Hans-Jürgen Bosch war auch ein Vertreter der Bezirksregierung Düsseldorf anwesend, der für das Land NRW diese erste Großübung zum Thema Grippe beobachtete. "Das Land Nordrhein-Westfalen ist sehr daran interessiert", erklärte Bosch, "dass Krisenmanagement regelmäßig geübt wird, und der Rhein-Kreis Neuss steht an vorderster Stelle was solche Übungen betrifft." Letztlich sollten im Rahmen der Übung in Neuss vor allem auch organisatorische und logistische Abläufe erprobt werden. "Es hat sich gezeigt", so Kreisdirektor Petrauschke, "dass wir im Ernstfall innerhalb von zwei bis drei Tagen die insgesamt 12.800 First Responder im Rhein-Kreis Neuss erreichen können." Kreisgesundheitsdezernent Karsten Mankowsky: "Das Grundkonzept der Übung, Sammel- und Impfplätze räumlich zu trennen hat sich bewährt."

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