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Kreis gründet neue Gesellschaft für Beschäftigungsförderung

Fünf Personen vor Gebäude

Wirtschaft |

200 Arbeitslose aus dem Kreisgebiet sollen in den kommenden zwei Jahren nach und nach bei der neuen Beschäftigungsförderungsgesellschaft Rhein-Kreis Neuss mbH (BFG) unterkommen. Dies erläuterte Alfons Kranz, Vorsitzender des Verwaltungsrates der kreiseigenen Technologiezentrum Glehn GmbH (TZG), die vom Kreistag den Auftrag zur Gründung und zum Betrieb der neuen Gesellschaft bekommen hat, bei der Vorstellung der Beschäftigungsinitiative in Korschenbroich-Glehn. Im August wird mit den ersten 20 Arbeitslosen gestartet.

Ziel der Gesellschaft mit Sitz im neuen Business Center des Rhein-Kreises an der Königstraße in Neuss ist die Betreuung, Qualifizierung und Beschäftigung von Arbeitslosen und von Arbeitslosigkeit bedrohten Menschen. Die ersten 20 Teilnehmer werden von der Arbeitsgemeinschaft des Kreises und der Arbeitsagentur zur Umsetzung von Hartz IV (Arge) ausgewählt, haben zumeist schon einfache Berufserfahrungen durch Ein-Euro-Jobs gesammelt und sich dabei als motiviert erwiesen. Sie erhalten in der BFG eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung. Damit sind sie nicht mehr Kunden der Arge oder der Bundesagentur. "Die Leute bekommen auch ein Gehalt, und zwar nicht nur einen Euro oben drauf", sagte Johannes Schmitz, Chef der Arbeitsagentur Mönchengladbach.

Die Anstellung bei der BFG soll ein Sprungbrett sein - gerade auch für jugendliche Langzeitarbeitslose, von denen es zurzeit 1.445 im Rhein-Kreis Neuss gibt. Die beiden TZG-Geschäftsführer Norbert Kothen und Kreiswirtschaftsförderer Jürgen Steinmetz sprechen von einer "Brückenfunktion", die die Beschäftigungsförderungsgesellschaft erfüllt. Zum Beispiel kann sich der Arbeitnehmer der BFG durch die Kombination von Qualifizierung und Beschäftigung besser auf einen zukünftigen Arbeitgeber vorbereiten. Dies ist insbesondere für Jugendliche wichtig, denen die Langzeitarbeitslosigkeit droht. Mit einem umfassenden Profiling werden auch Praktika und Ausbildungsstellen gesucht, die den Fähigkeiten und Neigungen der Jugendlichen entsprechen. Damit soll die Quote der Abbrecher reduziert und ein "Klebeeffekt" erzielt werden - will heißen: Der Praktikant oder Auszubildende überzeugt dergestalt, dass er direkt von der Firma übernommen wird. Etwa 60 bis 70 Firmen kooperieren bereits.

Geschätzt wird, dass am Ende zwischen 40 und 60 Prozent der in der BFG betreuten Arbeitslosen wieder eine feste Stelle haben könnten. Das TZG ist seit mehr als 20 Jahren Integrationspartner der Bundesagentur für Arbeit und seit drei Jahren Partner der ARGE im Rhein-Kreis Neuss. Allein im vergangenen Jahr haben über 6.000 Menschen an den vielfältigen Maßnahmen des TZG teilgenommen.

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