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Integration von Schwerbehinderten in Arbeitsleben und Gesellschaft

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Mehr als 1,6 Millionen schwerbehinderte Menschen leben in Nordrhein-Westfalen. Ihre berufliche Integration wird nach wie vor durch Vorurteile und Vorbehalte erschwert, denn viele Arbeitgeber meinen, Behinderte seien häufiger krank oder aufgrund ihres Handicaps nicht ausreichend qualifiziert und motiviert. Kreisdirektor Hans-Jürgen Petrauschke, zugleich Personaldezernent, kommt für den Rhein-Kreis Neuss zu einem anderen Urteil: "Wir haben sehr positive Erfahrungen gemacht und in den vergangenen Jahren die Beschäftigung Schwerbehinderter intensiv gefördert. Seit 1999 ist es uns beispielsweise gelungen, in jedem Jahr einen Ausbildungsplatz mit einem schwerbehinderten Jugendlichen zu besetzen. Und im bundesweiten Vergleich ist die Kreisverwaltung mit einem Anteil von 6,64 Prozent Schwerbehinderter an der Gesamtzahl der Beschäftigten sehr gut platziert."

Das Ziel der Integration von Schwerbehinderten will der Rhein-Kreis Neuss auch weiter verfolgen, wenn er voraussichtlich vom kommenden Jahr an die Aufgaben der staatlichen Versorgungsämter übernimmt. Im Rahmen der Verwaltungsstrukturreform der Landesregierung sollen die Versorgungsämter aufgelöst und ihre Zuständigkeiten u.a. im Schwerbehindertenrecht auf die Kreise und kreisfreien Städte übertragen werden.

"Die Kreisverwaltung versteht sich als modernen Dienstleister und wird neue Aufgaben kompetent, engagiert und mit kurzen Wegen für die Bürgerinnen und Bürger wahrnehmen. Und gerade bei der Integration Behinderter gibt es zahlreiche Schnittstellen. Zum Beispiel arbeitet der Kreis seit langem in der Gesundheitskonferenz und als Träger der Sozialhilfe mit den Wohlfahrtsverbänden und zahlreichen Selbsthilfegruppen zusammen," erklärt Petrauschke. "Vorbereitungen zur Übernahme der Aufgaben laufen bereits, zum Beispiel im Kreisgesundheitsamt, das mit seinen erfahrenen Amtsärzten Gutachtertätigkeit im Schwerbehindertenbereich übernehmen soll. Dass die Kreisverwaltung eine hohe Qualität bei der Ausführung auch schwieriger sozialrechtlicher Gesetzesmaterien gewährleistet, haben wir in der Praxis immer wieder unter Beweis gestellt."

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