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Rhein-Kreis Neuss für Gewerbegebiet statt neuer Auskiesungsflächen in Dormagen

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Der Regionalrat des Regierungsbezirks Düsseldorf hat jetzt den Erarbeitungsbeschluss für die 51. Änderung des Regionalplanes (GEP 99) gefasst. Gegenstand der Regionalplanänderung sind Regelungen zur Rohstoffsicherung und -gewinnung, so auch zum Kiesabbau. In diesem Zusammenhang erfolgte die Aufnahme einer Erläuterungskarte mit so genannten "Sondierungsbereichen für künftige Abgrabungsbereiche" in den Regionalplan. Für den Bereich der Stadt Dormagen sind in dieser Erläuterungskarte zwei weitere Sondierungsbereiche für zukünftige Abgrabungen dargestellt.

Landrat Dieter Patt hat sich für den Rhein-Kreis Neuss mit der Position in das noch offene Verfahren eingebracht, dass "aufgrund der bereits auf dem Stadtgebiet Dormagen laufenden, umfangreichen Abgrabungen im Bereich Nievenheim und Straberg und vor dem Hintergrund, dass große Teile des Stadtgebietes Dormagen Wasserschutzzonen sind, zusätzliche Abgrabungen in Dormagen von Seiten des Kreises kritisch beurteilt werden." Dies gelte insbesondere für eine geplante Fläche westlich der Autobahn A 57, zwischen der Kreisstraße 18 (Dormagen-Hackenbroich) und der Landesstraße 280 (Dormagen-Delhoven). Dem Rhein-Kreis Neuss und der Bezirksregierung Düsseldorf liegt für genau diese Fläche ein Antrag der Stadt Dormagen auf Änderung des Regionalplans für eine künftige Gewerbegebietsdarstellung vor. Patt: "Dieser Antrag zur Gewerbeflächenentwicklung wird von Seiten des Rhein-Kreises Neuss unterstützt.

"Nach der Einleitung des GEP-Änderungsverfahren durch den Regionalrat wird der Rhein-Kreis Neuss nicht nur für Dormagen, sondern für alle kreisangehörigen Städte und Gemeinden die gemeinsamen Belange innerhalb der dreimonatigen Beteiligungsfrist nachdrücklich vertreten - auch bei dem vom Regionalrat anvisierten Gespräch mit Wirtschaftsministerin Thoben zum Thema Abgrabungen", betont Patt. In Bezug auf weitere Auskiesungen verweist er darauf, dass im Braunkohletagebau Garzweiler I und II erhebliche Vorkommen an Sanden und Kiesen zur Verfügung stehen. Diese sind ein wesentlicher Posten in der Gesamtbilanz der im Regierungsbezirk Düsseldorf vorhandenen Rohstoffvorkommen. "Aus Sicht des Rhein-Kreises Neuss ist eine Gewinnung aus dem Tagebau dem Neuaufschluss von Kies- und Sandvorkommen im Gebiet des Rhein-Kreises Neuss vorzuziehen", so Patt.

 

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