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Erhöhte Cyanidgehalte im Grundwasser an der Jülicher Landstrasse in Neuss

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Das Verbot der Grundwasserentnahme über private Gartenbrunnen für die Anlieger an der Alten Aachener Straße, Hürtgener Straße, Saarstraße sowie für die Bewohner des Grefrather Weges (Nummer 1 bis 47 und 2 bis 60) und der Jülicher Landstraße (Nummer 36 bis 180) bleibt bestehen. Vorsorglich wird auch das Entnahmeverbot für die Anwohner Jülicher Straße (Nummer 56-70), Am Keutenhof, der Ridderstraße (Nummer 35–40), der Langenbachstraße, der Tilmannstraße sowie der Schorlemerstraße (Nummer 1–19 und 33-41) weiterhin aufrechterhalten. Darauf weist das Kreisumweltamt hin. Die Entnahme von Grundwasser über Gartenbrunnen und Grundwasserpumpen muss im genannten Bereich untersagt bleiben, da das Grundwasser weiterhin mit gesundheitsgefährdenden Cyaniden verunreinigt ist. Der Grenzwert der Trinkwasserverordnung für Cyanide ist auch in 2006 bis um das Sechseinhalbfache überschritten. In dem Bereich für den das Entnahmeverbot ausgesprochen ist, wird das Grundwasser seit 1999 regelmäßig überwacht. In 2005 wurden vier weitere Grundwassermessstellen am Grefrather Weg, an der Jülicher Landstraße und an der Schorlemerstraße eingerichtet und in das Überwachungsprogramm mit aufgenommen. Die Ursache der Cyanidbelastung des Grundwassers, die Ende 1999 bei Routineuntersuchungen festgestellt wurde, ist auf die Verfüllung einer ehemaligen Kiesgrube auf dem Gelände der Kreispolizei an der Jülicher Landstraße mit Haus- und Gewerbemüll, darunter auch cyanidhaltigen Schlämme, zurückzuführen. Der Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW als Grundstücksinhaber des Kreispolizeigeländes muss im Falle von Umnutzungsmaßnahmen auf dem Gelände den Versiegelungsgrad des Bodens erhöhen, damit so wenig Regenwasser wie möglich in den Boden gelangt und durch Auswaschen Cyanide ins Grundwasser kommen.

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