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Kreis will heimische Unternehmen stärker berücksichtigen

Wirtschaft |

Im Unterschied zu privatwirtschaftlichen Unternehmen sind öffentliche Auftraggeber bei der Angebotseinholung und bei der Auftragsvergabe an die Einhaltung formeller Vergaberichtlinien gebunden. Das nordrhein-westfälische Innenministerium hat die Vergabegrundsätze für öffentliche Ausschreibungen unterhalb der durch die Europäische Union vorgegebenen Schwellenwerte jetzt gelockert. Danach sind künftig beschränkte Ausschreibungen bei der Vergabe von Leistungen bis zu einem Auftragswert von höchstens 300.000 Euro im Tiefbau, 15.000 Euro für Rohbauarbeiten und 75.000 Euro für Ausbaugewerke, sonstige Gewerke im Hochbau sowie für Pflanzungen und Straßenausstattung zulässig. Freihändige Vergaben von Leistungen sind bis zu einem Auftragswert von höchstens 30.000 Euro möglich. "Wir nutzen den vom Innenministerium geschaffenen Spielraum bei der Vergabe von öffentlichen Aufträgen für unsere heimische Wirtschaft", bestätigte Kreisdirektor Hans-Jürgen Petrauschke an. Am Grundsatz von Ausschreibung und Wettbewerb bei der Vergabe von öffentlichen Aufträgen will die Kreisverwaltung weiter festhalten. Sofern aber die Natur des Geschäfts oder besondere Umstände eine beschränkte Ausschreibung oder eine freihändige Vergabe rechtfertigen, sollen künftig verstärkt Unternehmen aus dem Rhein-Kreis Neuss in einem transparenten und fairen Wettbewerb die Chance geboten bekommen, öffentliche Aufträge zu erhalten. In der Vergangenheit hat das komplizierte formelle Ausschreibungsverfahren schon bei relativ niedrigen Schwellenwerten dazu geführt, dass sich - auch leistungsfähige - heimische Unternehmen gar nicht erst um öffentliche Aufträge bemühten. Hier will der Kreis weiter Aufklärung betreiben und heimische Unternehmen zur Teilnahme aufmuntern.

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