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Das Kreisgesundheitsamt veranstaltete Fortbildung für Ärzte

Gesundheit |

Nicht nur die Zahl der Neuinfektionen mit dem HI-Virus, das AIDS verursacht, ist gestiegen. Auch die so genannten "klassischen Geschlechtskrankheiten" wie Syphilis, Gonorrhö oder Chlamydien sind auf dem Vormarsch. Oft werde eine Doppelinfektion festgestellt, beispielsweise eine Syphilis bei einem AIDS-Patienten, berichtete Dr. Stefan Esser, Oberarzt an der Universitätshautklinik Essen, als Referent im Rahmen einer Fortbildung zum Thema "Sexuell übertragbare Krankheiten auf dem Vormarsch – veränderte Gefahrenmuster". Rund fünfzig Mediziner aus ganz Nordrhein-Westfalen besuchten die Veranstaltung im Kreishaus Neuss, zu der das Gesundheitsamt des Rhein-Kreises Neuss eingeladen hatte. Nach der Begrüßung durch Kreisgesundheitsdezernent Karsten Mankowsky informierte Dr. Edgar Harms, Chefarzt der Abteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe des Kreiskrankenhauses Grevenbroich, über die Gefahren einer Infektion mit Chlamydien. Zum Beispiel kann die Infektion bei Schwangeren auf das Kind übertragen werden und Bindehaut- oder Lungenentzündungen verursachen. Mit AIDS und damit verbundenen Begleiterkrankungen wie Krebs, Lungen- und Herzkrankheiten beschäftigt sich der Neusser Internist Dr. Robert Baumann. Der Rhein-Kreis Neuss bietet eine Sprechstunde zu sexuell übertragbaren Krankheiten und eine Aidsberatung an. AIDS-Beraterin Gabriele Neumann steht Betroffenen und Angehörigen dienstags von 13.30 bis 15.15 Uhr und donnerstags von 8.45 bis 11.45 Uhr zur Verfügung. Dr. Karin von Vietinghoff vom Gesundheitsamt des Rhein-Kreises Neuss bietet jeden Mittwoch von 13.30 bis 15.30 Uhr eine Sprechstunde zu sexuell übertragbaren Krankheiten an. Sie richtet sich an Bürgerinnen und Bürger, die aufgrund ihrer Lebensumstände eine erhöhte Ansteckungsgefahr befürchten. Neben medizinischer und sozialer Beratung können im Rahmen der Sprechstunde auch Untersuchungen und Behandlungen durchgeführt werden.

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