Stapel regionaler Zeitungen

Sie befinden Sich hier:

Inhalt

Pferde auf der Weide

Tiere |

Zur Weidesaison informiert das Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt des Rhein-Kreises Neuss darüber, wie Pferde art- und tierschutzgerecht untergebracht werden. Grundsätzlich sollten Pferdehalter ihren Tieren so oft wie möglich Weidegang ermöglichen. Außerdem sollte Einzelhaltung vermieden werden, da Pferde Herdentiere sind. Werden Pferde auf der Weide gehalten, muss ihnen ein Witterungsschutz zur Verfügung stehen. Nur selten reichen dafür Bäume aus, weil sich darunter bei andauerndem Regen Morast bilden kann. Daher muss in den meisten Fällen ein künstlicher Witterungsschutz für die Pferde bereitstehen, der trocken und sauber gehalten werden sollte und in dem sich alle Weidepferde gleichzeitig aufhalten können. "Leider mussten auch im vergangenen Winter Pferdehalter dazu aufgefordert werden, ihren Pferden einen Witterungsschutz anzubieten. Frostbedingt mussten auch etliche eingefrorene Tränken bemängelt werden", berichtet Dr. Gerhard Fischer, Leiter des Veterinäramts beim Rhein-Kreis Neuss. "Pferden ist Wasser in Trinkwasserqualität stets in ausreichende Menge zur Verfügung zu stellen. Außerdem gilt: Bei extremer Witterung oder intensiver Insektenplage müssen Pferde trotz Witterungsschutz in einen Stall gebracht werden," so der Kreisveterinär. Bei Regen können kleine Weideflächen zu Morastwüsten werden, die nicht zur Pferdehaltung geeignet sind. Dann ist anstelle der Weide ein befestigter Auslauf angebracht. Dient die Weide den Pferden auch als Futtergrundlage, sind die Weideflächen regelmäßig zu wechseln. Außerdem muss für jedes Pferd eine Weidefläche von etwa einem Morgen, also 2 500 Quadratmetern, zur Verfügung stehen. "Die Weideflächen müssen nicht nur ausreichend groß, sondern auch sauber sein. Wenn die Pferde in Gruppen gehalten werden, ist die Entwurmung der Tiere wichtig. In der Regel empfiehlt sich ein dreimonatiger Entwurmungsintervall," erläutert Dr. Gerhard Fischer. "Und noch ein Hinweis: Einzäunungen müssen intakt sein und dürfen keine Verletzungsgefahr für die Tiere darstellen. Stacheldrahtzäune und Knotengitterzäune sind als alleinige Begrenzung verboten. Stehen nur solche Einzäunungen zur Verfügung, müssen die Pferde durch einen vorgestellten Elektrozauns mit einer gut sichtbaren Einfassung geschützt werden."

Wichtiger Hinweis: Sie sehen eine Archivseite. Diese Informationen geben den Stand des Veröffentlichungstages wieder () und sind möglicherweise nicht mehr aktuell.