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Transportverbot gilt nun auch befristet für Mastschweine

Tiere |

Seit Freitag, den 7. April gilt in ganz Nordrhein-Westfalen ein befristetes Transportverbot für alle Schweine - das heißt, dass Schweine auch nicht mehr zum Metzger oder zum Schlachthof transportiert werden dürfen. Mit dieser Maßnahme möchte die Europäische Union die Schweinepest eindämmen, die vor gut einem Monat im Kreis Recklinghausen und vor kurzem im Kreis Borken festgestellt worden ist. Dort hat das nordrhein-westfälische Landwirtschaftsministerium neben Sperrbezirken und Beobachtungsgebieten auch "Pufferzonen" eingerichtet. Das bedeutet, dass in diesen Gebieten bereits seit dem Auftreten der Tierkrankheit ein absolutes Transportverbot für Schweine besteht. Dieses Verbot hat die EU nun auf ganz Nordrhein-Westfalen ausweitet. Im Einzelnen gilt:

  1. absolutes Transportverbot für Schweine in NRW bis zum 14. April
  2. vorerst unbefristetes Transportverbot für Ferkel und Sauen
  3. keine Lieferungen von Schweinen aus anderen EU-Mitgliedsstaaten nach NRW
  4. Schweineschlachtungen in NRW-Schlachthöfen nur aus anderen Bundesländern bei Transport auf bestimmten "Korridorwegen" möglich
  5. Schweinehalter in NRW müssen bei antibiotischer Behandlung die Behandlung beim Veterinäramt anzeigen und den Bestand nach der Behandlung unverzüglich tierärztlich untersuchen lassen
  6. Einschränkungen bestehen auch für die Halter von Viehtransportfahrzeugen; die Fahrzeuge müssen vor jedem Transport gereinigt und desinfiziert werden. Bei Verlassen des Regierungsbezirks muss sichergestellt sein, dass während der letzten drei Tage keine Schweine haltenden Betriebe befahren worden sind.

Das Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt des Rhein-Kreises Neuss hat alle Schweinehalter sowie die betreuenden Tierärzte und Transporteure über die weiter greifenden Regelungen informiert.

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