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Finanzielle Entwicklung 2006 und 2007 der Kreiskrankenhäuser

Politik |

Bei der jüngsten Sitzung des Krankenhausausschusses des Rhein-Kreises Neuss stand im Kreiskrankenhaus Grevenbroich unter dem Vorsitz des Kreistagsabgeordneten Dr. Christian Will unter anderem die Finanz- und Leistungsentwicklung der beiden Kreiskrankenhäuser auf der Tagesordnung. So konnten die Ausschussmitglieder zur Kenntnis nehmen, dass die bisherige Entwicklung der Kosten und Erträge im Jahre 2006 weitgehend im Rahmen der Wirtschaftspläne verlaufen ist und in beiden Häusern ein positiver Jahresabschluss erwartet wird. Mit Blick auf die Eckwerte der Wirtschaftspläne für das Jahr 2007 musste Krankenhausdirektor Hubert Retzsch allerdings auf eine Reihe von Unwägbarkeiten hinweisen. Er informierte den Ausschuss über die Auswirkungen der neuen tarifvertraglichen Regelungen für die Krankenhäuser, sich abzeichnende Belastungen für den Krankenhaussektor durch die geplante Gesundheitsreform sowie die fehlende Vorgabe eines Landesbasisfallwertes als Grundlage zum Abschluss einer Budgetvereinbarung für das kommende Jahr. "Der vorliegende Entwurf der Gesundheitsreform sieht unter anderem eine Verlängerung der Anschubfinanzierung für die integrierte Versorgung vor. Dies bedeutet für die Krankenhäuser weiterhin einen Abzug von bis zu 1 Prozent vom Budget. Daneben soll ein ‚Solidarbeitrag’ von den Krankenhäusern durch eine Rechnungskürzung von pauschal 0,7 Prozent eingezogen werden. Allein dies belastet die Krankenhäusern bundesweit mit ca. 500 Millionen Euro", so Retzsch. Der Ausschussvorsitzende und die Sprecher aller Fraktionen unterstützten die Forderungen der Deutschen Krankenhausgesellschaft an den Gesetzgeber, auf weitere "Solidaropfer" zu Lasten der Krankenhäuser zu verzichten. Landrat Dieter Patt hatte diesbezüglich bereits einen Brief an Bundeskanzlerin Dr. Merkel geschrieben. Dass die Betriebsleitungen der Kreiskrankenhäuser auch weiterhin aktiv sind, um die Zukunftsfähigkeit beider Häuser zu sichern, wurde zum Beispiel anhand des Berichtes über die Inbetriebnahme neuer Heizungsanlagen mit Blockheizkraftwerken deutlich. Krankenhausdirektor Retzsch erklärte, dass inzwischen die notwendigen technischen Abnahmen durch den TÜV erfolgt seien und man bereits ersten eigenen Strom produziere. Über die daraus resultierenden Einsparungen soll nach entsprechender Auswertung in der Sitzung des Krankenhausausschusses im Februar berichtet werden. Dann werden auch die Wirtschaftspläne 2007 im Detail beraten und verabschiedet.

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